Henke, Johannes: Willy Brandt, 1971

Vorderseite: WILLY BRANDT - FRIEDENS-NOBELPREISTRÄGER 1971. Kopf Willy Brandts nach links.

Biskuitporzellan, 60,65 g, 80 mm
Datierung: 1971

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 2008/174 Schenkung

Medailleur/in:
Johannes Henke
Hersteller:
Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM)
Dargestellte/r:
Willy Brandt
Vorbesitzer:
Johannes Henke

Literatur: B. Weisser, Das Medaillenwerk von Johannes Henke, in: G. Dethlefs u.a. (Hrsg.), Westfalia Numismatica 2013. Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete (2013) 371-372 Nr. 18 (diese Medaille).

Hergestellt von der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) in Berlin. 1. Ausformung. - Willy Brandt (1913-1992) wurde als Herbert Ernst Karl Frahm geboren. 1930 trat er erstmals der SPD bei, 1931 folgte der Austritt aus der Partei und die Mitgliedschaft in der SAP (Sozialistische Arbeiterpartei). Die SAP wurde 1933 verboten. Emigration nach Norwegen und Kampf im Untergrund gegen die Nationalsozialisten. 1938 Ausbürgerung aus Deutschland und 1940 Erhalt der norwegischen Staatsbürgerschaft. 1945 kehrte Willy Brandt nach Deutschland zurück und erhielt seine deutsche Staatsbürgerschaft zurück. Seit 1934 hatte er den Decknamen Willy Brandt geführt, den er 1949 offiziell bestätigen ließ. Willy Brandt war von 1957 bis 1966 Regierender Bürgermeister von Berlin, von 1966 bis 1969 Bundesaußenminister und von 1969 bis 1974 der vierte Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, bis er wegen der Guillaume-Affaire zurücktreten musste. Für seine Ostpolitik, die auf Entspannung und Ausgleich mit den osteuropäischen Staaten zielte, erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis.

Fotograf Vorderseite: Dirk Sonnenwald

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18216131

letzte Änderung: 17.11.2017