Schwarzbach, Anna Franziska: La main fraternelle, 2014

Vorderseite: Ein Kriegsversehrter mit amputiertem Bein und Gehhilfe nach links. Seine erhobene Hand ist zu einer Faust geballt.
Rückseite: SOLDAT SOLDAT / WO IST DER SINN / SOLDAT SOLDAT / WO FÜHRT DAS HIN / SOLDAT SOLDAT / DIE WELT IST JUNG / SOLDAT SOLDAT / SO JUNG WIE DU / DIE WELT / HAT EINEN TIEFEN SPRUNG / SOLDAT / AM RAND STEHST DU. Liedstrophe nach Wolf Biermann in zwölf Zeilen. Unten ein Eisernes Kreuz.

Eisen, 398,00 g, 101-145 mm
Datierung: 2014

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 2014/85 Kauf

Medailleur/in:
Anna Franziska Schwarzbach (-Lobeck)
Veräusserer:
Anna Franziska Schwarzbach (-Lobeck)

Literatur: B. Kluge - B. Weisser (Hrsg.), Gold gab ich für Eisen. Der Erste Weltkrieg im Medium der Medaille. Das Kabinett 14 (2014) 88 f. 260 Nr. C 27 (dieses Stück). Vgl. zur Vorlage: D. Schubert, Künstler im Trommelfeuer des Krieges 1914-18 (2013) 167 Abb. 109.

Die Vorlage für die Vorderseite der Arbeit fand Anna Franziska Schwarzbach in dem 2013 erschienenen Buch 'Künstler im Trommelfeuer des Krieges 1914-18' des Heidelberger Kunsthistorikers Dietrich Schubert. Es handelt sich hierbei um eine Lithographie von Jean-Gabriel Domergue aus dem Jahr 1915, die einen französischen Kriegsversehrten zeigt, der die rechte Faust als Rache-Drohung zu den von deutschen Soldaten zerstörten Dörfern richtet. Die Zeilen auf der Rückseite der Medaille stammen aus dem Lied „Soldat, Soldat in grauer Norm“ von Wolf Biermann. Die Arbeit entstand im Rahmen der Medaillenedition '1914 - 2014. Gold gab ich für Eisen'.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18243015

letzte Änderung: 28.11.2017