Kaiserreich: 1917 Reformationsjubiläum

Münzstand: Königtum (MA/NZ), Münzherr: Friedrich August III. (1904-1918), König von Sachsen
Nominal: 3 Mark
Datierung: 1917
Münzstätte: Muldenhütten

Vorderseite: EIN FESTE BVRG IST VNSER GOTT - 1517 - 1917 / FRIEDRICH - DER WEISE. Der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise mit Klappmütze und Pelzkragen nach rechts, unten das sächsische Wappen und links und rechts daneben jeweils das Münzzeichen E für Muldenhütten.
Rückseite: DEUTSCHES - REICH 1917 - DREI MARK. Gekrönter Reichsadler.
Rand: GOTT MIT UNS

Silber, 16,70 g, 33 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1918/1180 Zugangsart Kauf

Dargestellte/r:
Friedrich III. (1486-1525), Kurfürst von Sachsen
Stempelschneider:
Friedrich Wilhelm (Fritz) Hörnlein
Veräusserer (an Museum):
Königlich Sächsisches Finanzministerium

Literatur: P. Arnold - H. Küthmann - D. Steinhilber, Grosser deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. 19. Auflage (2003) Nr. 191; K. Jaeger, Die deutschen Münzen seit 1871. 21. Auflage (2009) Nr. 141.

Die seit 1908 im Deutschen Reich geprägten Münzen zu 3 Mark ersetzten den bis dahin gültigen alten Taler im Geldverkehr. Der 400. Jahrestag der Reformation 1917 gab den Anlass zu einer sächsischen Gedenkprägung, die zugleich eine der seltensten und begehrtesten Münzen des 20. Jahrhunderts ist. Vorlage für die heute begehrteste Reichsmünze war ein Schautaler Friedrichs des Weisen von 1522, der nach einem Gemälde von Lucas Cranach gestaltet worden ist. Friedrich der Weise galt als der Förderer und Beschützer Luthers. Dessen Porträt war ursprünglich für die Vorderseite der Gedenkmünze vorgesehen gewesen, aber der Bundesrat lehnte die Darstellung eines Bürgerlichen auf einer Münze des Kaiserreichs ab.

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Münzpatenschaft: Anonymus

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18200461

letzte Änderung: 07.11.2018