Mecklenburg: Neubrandenburg

Münzstand: Herzogtum/Stadt
Nominal: Witten
Datierung: ca. 1410-1420
Münzstätte: Neubrandenburg

Vorderseite: CIVITAS MANGNOPO. Landeswappen Mecklenburg (Stierkopf mit Lilienkrone und heraushängender Zunge).
Rückseite: MONETA BRANDEPO. Kreuz mit Stern im linken oberen und rechten unteren Winkel.

Silber, 0,85 g, 17 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1892 Dannenberg Zugangsart Kauf

Vorbesitzer:
Hermann Dannenberg

Literatur: O. Oertzen, Die Mecklenburgischen Münzen des Großherzoglichen Münzkabinets. II. Die Wittenpfennige (1902) Nr. 455; W. Jesse, Der wendische Münzverein (1928) Nr. 323; M. Kunzel, Die werlesch-mecklenburgische Wittenprägung im 14. und 15. Jahrhundert, Berliner Numismatische Forschungen 2, 1988, 46 Nr. 35 a; B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 529 (dieses Stück).

Die Frage, ob die im 15. Jahrhundert in zahlreichen Landstädten Mecklenburgs, nicht nur in Neubrandenburg, geprägten Witten in einer städtischen Münzhoheit wurzeln, wie in der älteren Forschung (Oertzen, Jesse) vorausgesetzt wurde, bedarf noch genauerer Untersuchung. Münzbild und Umschrift der Vs. lassen eher auf eine landesherrliche Münzhoheit schließen. Bei den zur Herrschaft Mecklenburg gehörenden Städten ist der gekrönte Stierkopf mit Halsfell (mecklenburgischer Stierkopf), bei den zur Herrschaft Werle gehörenden Städten ohne Halsfell (werlescher Stierkopf) dargestellt.

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Münzpatenschaft: Neubrandenburger Münzverein e.V.

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18201218

letzte Änderung: 28.11.2017