Brandenburg: Joachim I.

Münzstand: Kurfürstentum, Münzherr: Joachim I. (1499-1535), Kurfürst von Brandenburg
Nominal: Taler (Guldengroschen)
Datierung: 1521
Münzstätte: Frankfurt an der Oder

Vorderseite: IOACHIM MARHIO BRAN PRIM ELECTOR. Brustbild Joachim I. mit Kurhut und Hermelin nach rechts, in der rechten Hand das Kurzepter.
Rückseite: MONE NO ARGEN PRIN ELECT BRAND. Vierfeldiges Wappen (Brandenburg, Pommern, Nürnberg, Zollern) mit aufgelegtem Kurschild. Darüber die Jahreszahl 1521.

Silber, 28,96 g, 40 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession Ohne Nummer Zugang ungeklärt

Dargestellte/r:
Joachim I. (1499-1535), Kurfürst von Brandenburg

Literatur: E. Bahrfeldt, Das Münzwesen der Mark Brandenburg unter den Hohenzollern bis zum Großen Kurfürsten von 1415 bis 1640 (1895) Nr. 293 d; B. Kluge, Die kurbrandenburgischen Taler von 1521 und 1522, BBPN 9, 2001, 20-42 Nr. 3.1 (Stempel A/c); K. Klütz, Münznamen und ihre Herkunft (2004) 107; W. Steguweit - B. Kluge, Suum cuique. Medaillenkunst und Münzprägung in Brandenburg-Preußen (2008) Nr. 55 (dieses Stück).

Der Guldengroschen, auch Guldiner Groschen, Guldiner genannt, war der Name für die erstmals 1486 von Erzherzog Sigismund von Tirol (1439-1496) geprägte Großsilbermünze im Werte von 60 Kreuzern oder einem Goldgulden. Der Name stand auch für die nachfolgend geprägten Großsilbermünzen, für die sich später der Name Taler, nach dem Joachimsthaler Guldengroschen, durchsetzte. - Kurbrandenburg schlug seinen ersten Taler 1521. Von insgesamt gegenwärtig 23 nachgewiesenen Exemplaren entfallen sechs auf die hier vorliegende Stempelkombination. Als die namentlich nicht genannte Münzstätte ergibt sich aus den numismatischen Zusammenhängen Frankfurt an der Oder.

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Münzpatenschaft: Fritz Rudolf Künker

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18201338

letzte Änderung: 28.11.2017