Image files are licensed Public Domain Mark 1.0. Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18201940. Photographs by Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann).

Livland: Deutscher Orden

Class/status: Order
Denomination: 12 Dukaten
Date: 1525
Country:
Mint:

Obverse: MONE NOVA - MAGRI LIVON-I. [N retrograd. Moneta Nova Magistri Livoniae]. Stehender Ordensmeister Wolter von Plettenberg in Rüstung mit Schwert und Schild.
Reverse: S MARIA SERVA - POPVLV TW 25. Die stehende Gottesmutter mit dem Christuskind.

Gold, 41,96 g, 39 mm, 5 h

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession Ohne Nummer Zugangsart Zugang ungeklärt

Sitter:
Wolter von Plettenberg (1494-1535), Landmeister des Deutschen Ordens in Livland
Authority:
Wolter von Plettenberg (1494-1535), Landmeister des Deutschen Ordens in Livland

Publications: G. Haljak, Livländische Münzen aus der Ordenszeit (1997) Nr. 115; E. Neumann, Die Münzen des Deutschen Ordens (2003) 191 Nr. 221; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 295 Nr. III.3.5 (dieses Stück).

Seit der Verschmelzung mit dem livländischen Schwertbrüderorden 1237 setzte der Deutsche Orden in Livland einen besonderen Landmeister (Heermeister) ein. In dieses Amt wurde 1494 der aus Westfalen stammende Wolter von Plettenberg gewählt. Er sicherte den Fortbestand der Ordensherrschaft in Livland auch nach der Umwandlung des preußischen Ordensstaates in ein weltliches Herzogtum 1525. Mit der Jahreszahl 1525 sind große Gold- und Silberstücke bekannt, die zwar nicht seinen Namen, wohl aber sein Wappen und den Titel des Meisters von Livland aufweisen. Dabei handelt es sich beim Gold fast ausschließlich um spätere Abschlage, die daran erkenntlich sind, dass auf der Vs. links und rechts neben dem Ordensmeister Kreuz und Rosette erscheinen. Beide Zeichen sind erst nachträglich in den Stempel einpunziert worden. Dieses Stück ist unter den acht bekannten Goldstücken das einzige ohne diese Punzierung und wohl tatsächlich um 1525 entstanden. Mit 12 Dukaten ist es zugleich das schwerste.

Photographer Obverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Photographer Reverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18201940

Latest Revision: 03.05.2021

Texts and descriptions of this catalogue are licensed CC BY-SA 4.0.