Röm. Republik: M. Iunius Brutus

Münzstand: Stadt
Nominal: Denar (ANT)
Datierung: 54 v. Chr.
Münzstätte: Rom

Vorderseite: LIBERTAS. Kopf der Libertas nach r.
Rückseite: BRVTVS. L. Iunius Brutus, Consul 509 v. Chr., zwischen zwei Liktoren nach l. schreitend, ganz l. ein Amtsdiener (accensus).

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1882 Sandes Zugangsart Kauf

Silber, Denar (ANT), 3,78 g, 21 mm, 5 h

Dargestellte/r:
Lucius Iunius Brutus
Münzmeister (MM Ant):
Marcus Iunius Brutus
Veräusserer (an Museum):
Henri Hoffmann
Vorbesitzer:
Captain Charles Sandes

Literatur: Crawford Nr. 433,1; W. Hollstein, Die stadtrömische Münzprägung der Jahre 78-50 v. Chr. zwischen politischer Aktualität und Familienthematik (1993) 340-345.

Webportale:
http://numismatics.org/crro/id/rrc-433.1

Der Münzmeister ist identisch mit dem Caesarmörder M. Iunius Brutus. Seine Münzen demonstrieren die Verehrung, die er den Tyrannenmördern unter seinen Ahnen entgegenbringt: Brutus, von dem Tacitus schreibt, er habe die Freiheit und den Consulat (und damit die Republik) begründet (ann. 1,1), und Ahala, der den nach der Tyrannis strebenden Sp. Maelius tötete. Da die Münzen wahrscheinlich 54 v. Chr. geprägt wurden, wird offenbar Pompeius hier indirekt vorgeworfen, nach der Tyrannis zu streben.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18201971

letzte Änderung: 25.03.2019