Eretria

Münzstand: Stadt
Nominal: Tetradrachme
Datierung: ca. 500-490 v. Chr.
Münzstätte: Eretria

Vorderseite: E. Stier nach r. stehend, den Kopf rückwärtsgewandt zum r. erhobenen Hinterlauf, darüber Vogel nach r. stehend, Standlinie.
Rückseite: E. Vertieftes Quadrat, darin Oktopus mit zwei seitlich gelegenen Augen, die acht Fangarme mit Saugnäpfen an den Enden eingerollt.

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1884/231 Zugangsart Kauf

Silber, Tetradrachme, 16,83 g, 28 mm, 3 h

Vorbesitzer:
Prof. Dr. Athanasios Rhusopulos (Rhousopoulos)

Literatur: Schultz (1997) Nr. 47 (diese Münze); K. Regling, Die antike Münze als Kunstwerk (1924) 126 Nr. 185 Taf. 7 (diese Münze, nur Vs. in Abb.); C. M. Kraay, Archaic and Classical Greek coins (1976) Nr. 269 (um 500 v. Chr.); SNG Kopenhagen Nr. 468 (datiert ca. 511-490 v. Chr.); S. M. Hurter, The 'Octopus' hoard. A small archaic hoard deposited in 478 BC, QT 36, 2007, 43-46 bes. Nr. 4 (Fund von geteilter Tetradrachme und Nachweis des Typs in anderen Funden).

Der Terminus ante quem für die frühe Münzprägung Eretrias ist das Jahr 490, als die Stadt als Unterstützerin des Ionischen Aufstandes von den Persern erobert und zerstört wurde. Mit Rind und Oktopus verweist die euboische Stadt, die von Viehzucht und Fischerei lebte, auf ihre Wirtschaftsgrundlagen.

Fotograf Vorderseite: Dirk Sonnenwald
Fotograf Rückseite: Dirk Sonnenwald

Münzpatenschaft: Dr. Eckhard Plümacher

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18203386

letzte Änderung: 25.03.2019