Image files are licensed Public Domain Mark 1.0. Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18203630. Photographs by Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann).

Brandenburg: Joachim II.

Class/status: Electorate
Denomination: 3 Taler?
Date: 1539
Country: Germany
Mint: (Brandenburg)

Obverse: IOACH II D G MAR BRA S R IMP P ELEC. Hüftbild des Kurfürsten Joachim II. nach rechts, in der rechten Hand das Kurzepter, darunter 1539. Oben Münzmeisterzeichen Mühlrad (Paul Mühlrad).
Reverse: MON NOVA PRIN ELECT BRANDENB. [N retrograd]. Vierfeldiges Wappen mit aufgelegtem Kurschild (Brandenburg, Pommern, Nürnberg, Zollern).

Silber, 65,26 g, 40 mm, 1 h

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession Alter Bestand (vor 1839) Zugangsart Kauf

previous Owner:
Bernd Jakob von Arnim
Sitter:
Joachim II. (1535-1571), Kurfürst von Brandenburg
Authority:
Joachim II. (1535-1571), Kurfürst von Brandenburg
Mintmaster (MM Mod):
Paul Mühlrad

Publications: B. J. von Arnim, Von Thalern des Churfürstlichen Brandenburgischen und Königlich Preußischen Regierenden Hauses (1788) Nr. 9 (dieses Stück); E. Bahrfeldt, Das Münzwesen der Mark Brandenburg unter den Hohenzollern bis zum Grossen Kurfürsten von 1415 bis 1640 (1895) Nr. 344; J. S. Davenport, German Talers 1500-1600 (1979) 24 Nr. A 8947; W. Steguweit - B. Kluge, Suum cuique. Medaillenkunst und Münzprägung in Brandenburg-Preußen (2008) Nr. 62 (dieses Stück).

Dicke 5 mm. Es handelt sich vermutlich um eine reine Donativ-Prägung (Schaumünze), denn es sind nur drei Exemplare bekannt, die alle individuelles Gewicht besitzen (42,09 g, 65,26 g, 73,00 g). Abschläge im Talergewicht gibt es nicht (oder sind Fälschungen). Der Stempelschnitt mit dem stark herausgearbeiteten Relief des Bildnisses weist ebenfalls in Richtung Schaumünze. Die Prägung regulärer Taler begann unter Joachim II. erst 1541. Dieses Stück stammt aus der 1800 versteigerten Sammlung von B. J. von Arnim, der auch ein zweites Exemplar besaß (42,09 g), das heute verschollen ist. Das dritte Stück (73,00 g) passierte nacheinander die berühmten Brandenburg-Sammlungen des Freiherrn von Saurma 1868, Paul Henckel 1876 und Killisch von Horn 1904. Aus der Sammlung Killisch von Horn ist es 1904 für den damals enormen Preis von 2.175 Goldmark versteigert worden und seither nicht wieder aufgetaucht.

Photographer Obverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Photographer Reverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18203630

Latest Revision: 11.06.2021

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