Brandenburg: Johann Sigismund

Münzstand: Kurfürstentum, Münzherr: Johann Sigismund (1608-1619), Kurfürst und Markgraf von Brandenburg
Nominal: 10 Dukaten (Portugalöser)
Datierung: 1612
Münzstätte: Cölln (Berlin)

Vorderseite: IOHANN SIGISM D G MARCH BRA SAC ROM I. Brustbild im Harnisch und Spitzenkragen des Johann Sigismund nach rechts. Darüber (sehr klein) 16-12.
Rückseite: ARCHIC - E EL I PR - IVL CLIV - MONT D. Kreuz mit Zeptermittelschild, darauf Kurhut. In den Kreuzwinkeln Blumenornament, an den Kreuzenden in der Umschrift vier Wappenschilde.

Gold, 34,67 g, 42 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1791 Ansbach Zugangsart Kauf

Dargestellte/r:
Johann Sigismund (1608-1619), Kurfürst und Markgraf von Brandenburg

Literatur: E. Bahrfeldt, Das Münzwesen der Mark Brandenburg unter den Hohenzollern bis zum Grossen Kurfürsten von 1415 bis 1640 (1895) 291 Nr. 585 (dieses Stück).

Unter Johann Sigismund sind die letzten Portugalöser Brandenburgs nach dem klassischen Vorbild der portugiesischen Goldmünzen mit Kreuzrückseite geprägt worden. Nach Bahrfeldt (1895) gibt es die Jahrgänge 1611, 1612, 1613, 1614, wobei ihm für die Jahrgänge 1611 und 1614 kein Original vorlag. Es sind ganze und halbe Portugalöser bekannt (vgl. Objektnummer 18203742). Vermutlich sind alle Jahrgänge mit dem gleichen Stempelpaar geprägt worden, wobei die letzte Ziffer der Jahreszahl jeweils umgraviert wurde. - Dieses Stück war ehemals gehenkelt und wurde vermutlich an einer Kette getragen. Es stammt aus der 1791 erworbenen Sammlung des Hauses Brandenburg-Ansbach und ist der einzige ganze Portugalöser, alle anderen bekannten (drei oder vier) Exemplare sind halbe Portugalöser (5 Dukaten, s. Objektnummer 18203743).

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Münzpatenschaft: Anonymus

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18203742

letzte Änderung: 28.11.2017