Syrakus

Class/status: City
Denomination: Tetradrachme
Date: ca. 440-430 v. Chr.
Mint: Syrakus

Obverse: Viergespann (quadriga) mit Wagenlenker im über der Brust gegürteten Chiton im Schritt nach r. Darüber fliegt Nike nach r. und bekränzt einen zurückgeworfenen Pferdekopf.
Reverse: ΣYPΑΚΟΣ[ΙΟΝ]. Weiblicher Kopf (wohl Arethusa) nach r. mit Halsband und Ohrschmuck (Hakenring), Haare im Nacken zusammengenommen von einer viermal gebundenen Schnur gehalten. Darum vier Delphine ungleichmäßig verteilt.

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1901/961 Zugangsart Kauf

Silber, Tetradrachme, 17,09 g, 27-30 mm, 2 h

Veräusserer (an Museum):
Firma L. & L. Hamburger Münzenhandlung
Previous owners:
Ercole Gnecchi

Publications: E. Boehringer, Die Münzen von Syrakus (1929) Nr. 675,1 (dieses Stück, V338/R462, datiert 450-439 v. Chr.); Schultz (1997) Nr. 148 (diese Rs.). Vgl. G. E. Rizzo, Monete Greche della Sicilia (1946) Nr. 6 Taf. 40 (Variante in der Legende). - Zur Hortfundchronologie: C. M. Kraay, Greek Coins and History (1969) 19-42; ders., The Demareteion Reconsidered: A Reply, Numismatic Chronicle 1972, 13-24; C. Arnold-Biucchi, The Randazzo Hoard 1980 and Sicilian Chronology in the Early Fifth Century B.C. ANS Numismatic Studies 18 (1990) 30-37.

Boehringer Gruppe V, Reihe XXII. Infolge des durch die Hortfundchronologie bedingten niedrigeren zeitlichen Ansatzes etwa 10 Jahre jünger. Innerhalb der Gruppe der Prägung mit Ketos eine Reihe mit reichen, z.T. verspielt hochgebundenen Frisuren und entwickeltem Vorderseitenbild. Einige Münzen dieser Emission (keine stempelidentischen) weisen auf der Bauchflosse des Delphins ein A als Beizeichen (oder Signatur?) auf.

Photographer Obverse: Dirk Sonnenwald
Photographer Reverse: Dirk Sonnenwald

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18205301

Latest Revision: 25.03.2019