https://ikmk.smb.museum/object?id=18206423


Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18206423. Aufnahme durch Reinhard Saczewski.

Constantius II.

Münzstand: Antike Herrscherprägung, Autorität: Constantius II. (07.08.317 - 03.11.361 n. Chr.)

Nominal: 2 Solidi

Datierung: 350-355 n. Chr.

Land: Griechenland
Münzstätte: Thessaloniki

Vorderseite: FL IVL CONSTAN-TIVS PERP AVG. Drapierte Panzerbüste des Constantius II. mit Diadem in der Brustansicht nach l.
Rückseite: GLORIA - R-OMANORVM // • TES •. Roma (l.) und Constantinopolis (r.) nebeneinander thronend. Roma mit Lanze hält in r. Hand Globus, darauf Victoria mit Kranz. Constantinopolis mit Mauerkrone, ebenfalls mit Victoria auf Globus sowie Zepter in l. Hand, r. Fuß auf Schiffsvorderteil.

Herstellung: geprägt

Münze, Gold, 8,94 g, 28 mm, 6 h

Dargestellte/r:
Constantius II.
Veräußerer (an Museum):
Dr. Jacob Hirsch (München)

Vorbesitzer:
Ernst Moritz Herzfelder (02.04.1865 - 01.11.1923) bis 1910

Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 374 f. Nr. 234 Taf. 26; Gnecchi I 30 Nr. 20 (Lesung TES, fälschlich bei Nr. 19); RIC VIII Nr. 143 (derselbe Fehler, fälschlich bei Nr. 142, datiert 350-355 n. Chr.).

Webportale:
http://numismatics.org/ocre/id/ric.8.thes.143

Goldmultiplum zu zwei Solidi. - Die Königliche Sammlung besaß bis zum Jahre 1718 ein vergleichbares ähnliches Multiplum der Münzstätte Antiochia, welches bei dem berüchtigten Schloßdiebstahl dieses Jahres gestohlen wurde. Die beiden Diebe Schloßkastellan Valentin Runck und Hofkleinschmied Daniel Stief wurden nach Aufdeckung ihrer Tat hingerichtet. Vgl. Beger, Thes. Br. II 817; Dressel (1973) 375. - Flavius Iulius Constantius war der zweite von drei Söhnen des Constantinus I. und der Fausta. Er wurde am 7.8.317 n. Chr. in Sirmium geboren. Am 8.11.324 n. Chr. erhielt Constantius den Rang eines Caesar, ab dem 9.9.337 teilte er sich als Augustus die Herrschaft mit seinen Brüdern. Nach dem Tod des Constantinus II. im Jahre 340 und des Constans 350 n. Chr. war er der einzige überlebende Sohn des Constantinus I. Erfolgreich konnte er die Usurpation des Magnentius 353 niederwerfen und ernannte erst Constantius Gallus, dann Iulianus zu seinem Mitherrscher. Während der Vorbereitungen zum Kampf mit dem von seinen Truppen zum Augustus ausgerufenen Iulianus starb Constantius II. am 3.11.361 n. Chr. nahe Tarsos in Kilikien. Obwohl Constantius schon während seiner Herrschaft das Christentum tatkräftig unterstützt hatte, ließ er sich wie sein Vater erst auf dem Totenbett taufen.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski

Münzpatenschaft: Frank Alkenbrecher

Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen
Accession 1910/1234 Zugangsjahr 1910 Zugangsart Kauf

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 18206423

Permalink: https://ikmk.smb.museum/object?id=18206423