Augustus

Münzstand: Antike Herrscherprägung
Nominal: Denar (ANT)
Datierung: 19 v. Chr.

Vorderseite: [TVR]PILIANVS - III VIR - [FE]-RON. Drapierte Büste der Feronia mit Perlenkette und Diadem r.
Rückseite: CAESAR - AVGVSTVS SIG[N RECE]. Bärtiger Parther, gekleidet in Hosen und Hemd mit Horizontalfalten, Wams und Fellmantel, kniend nach r. In seiner ausgestreckten r. Hand ein Feldzeichen, die l. Hand ist bittend vorgestreckt. Im l. F. Einstempelung L.

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1915/961 Zugangsart Kauf

Silber, Denar (ANT), 3,78 g, 18 mm, 11 h

Münzherr:
Gaius Iulius Caesar (Octavianus), seit 27 v. Chr. Augustus
Münzmeister (MM Ant):
Publius Petronius Turpilianus
Veräußerer (an Museum):
Robert Ball Nachfolger (Grünthal)

Literatur: RIC I² Nr. 288; BMCRE I Nr. 14-17; BNat I² Nr. 127-137.

Webportale:
http://numismatics.org/ocre/id/ric.1(2).aug.288

Auf der Rs. eine Einstempelung. - Feronia tritt hier zum ersten Mal in der römischen Münzprägung auf. Turpilianus könnte ihr Porträt für seine Vorderseite gewählt haben, weil seine Familie aus Mittelitalien stammt, wo der Kult der Göttin besonders populär war. Der Parther auf der Rückseite hingegen feiert Augustus: Er erinnert an die Rückgabe römischer Feldzeichen, die in verschiedenen Schlachten im 1. Jh. v. Chr. durch Niederlagen anderer Feldherren verloren gegangen waren. Augustus konnte sie im Frühsommer des Jahres 20 v. Chr. ohne kriegerische Auseinandersetzungen wiedergewinnen und damit die römische Schmach tilgen.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18207706

letzte Änderung: 03.05.2021