Dupré, Georges: Der Medailleur und die Medaillenkunst, um 1900

Obverse: Ein Medailleur (Graveur) sitzt gravierend an seinem Arbeitstisch. Im Hintergrund verschiedene Gebäude. Unten die Signatur G. DUPRÉ.
Reverse: Zwei Frauen sind beim Betrachten einer Plakette in einem Etui dargestellt, umgeben von Bäumen und Efeu. Unten die Signatur G. DUPRÉ.
Rim: BRONZE 215

Bronze, 96,91 g, 65 mm
Date: um 1900

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1914/296 Zugangsart Kauf

Medailleur/in:
Georges Dupré
Veräusserer (an Museum):
Société des Amis de la Médaille Française (SAMF)

Publications: W. Steguweit, Europäische Medaillenkunst von der Renaissance bis zur Gegenwart (1995) 135 Nr. 265 Abb. 193 (dieses Stück).

Auf der Vorderseite dieser Prägemedaille aus der Zeit des Jugendstils ist der Medailleur bei seiner Arbeit dargestellt. Er sitzt an seinem Arbeitstisch und graviert den Stempel zu einer Prägemedaille. Bei aufwendigen Medaillen fertigte der Medailleur nach einer Skizze meiste eine sogenannte Reinzeichnung an, nach der er unter Umständen ein vergrößertes Wachsmodell arbeitete. Nach diesem wurde ein Gipsmodell gefertigt, von dem über verschiedene Stufen ein Eisengussmodell für die Reliefkopiermaschine gefertigt wurde. Dieses Modell wurde von der Maschine abgestastet und verkleinert in den Stahl geschnitten. Diese Vorform wurde in der Regel per Hand von dem Medailleur oder Graveur nachgearbeitet und über mehrere Stufen war das Ergebnis dann der Prägestempel mit dem die Medaille, Plakette oder auch Münze geprägt wurde.

Photographer Obverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Photographer Reverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18208125

Latest Revision: 25.03.2019