Fischer, Johann Karl: Alexander von Humboldt, 1847

Friedrich Wilhelm IV. (1840-1861), König von Preußen

Obverse: ALEXANDER VON HVMBOLDT - MDXXXXVII. Kopf Alexanders von Humboldt nach rechts. Am Halsabschnitt KF (ligiert) A V FEC. Unten die Signatur K FISCHER AD VIV FEC.
Reverse: KOΣMOΣ. [Kosmos]. Genius der Wissenschaft mit Senkblei und Fernglas entschleiert mit der rechten Hand die Geheimnisse der Natur, personalisiert durch eine Isisstatue. Links eine Sphinx. Umlaufend Pflanzenkranz und Tierkreis. Am unteren Rand P v CORNELIUS INV K FISCHER FEC.

Silber, 140,62 g, 63 mm
Date: 1847

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1847/411 (MA Inv.) Zugangsart Überweisung

Medailleur/in:
Johann Karl Fischer
Dargestellte/r:
Alexander von Humboldt

Publications: L. Börner in: Kunst in Berlin 1648-1987 (1987) 266 F 88.

Provenience: Eingesandt von der Königlichen General-Münz-Direction.

Vgl. die nebenliegende Medaille (in Bronze) sowie das Vs.- und Rs.-Modell in Wachs. Ein Exemplar in Gold befindet sich in der Stele in diesem Raum 244 (BM-103/05). Für die Bildpatrizen siehe Objektnummer 18216047 und 18216048. - 1845 und 1847 erschienen die beiden ersten Bände des „Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung“ des preussischen Weltreisenden und Gelehrten Alexander von Humboldt (1769-1859). Anlässlich dieses Ereignisses wurde er mit dieser Medaille geehrt, für die Peter Cornelius (1783-1867) den Entwurf fertigte und die von Karl Fischer (1802-1862) ausgeführt wurde. Die Medaille wurde auf Befehl des preußischen Königs und im Auftrage des Generaldirektors der Königlichen Museen, Ignaz von Olfers, in der Berliner Münze geprägt. Der erste Prägeauftrag lautete über die Ausprägung einer Goldmedaille, zehn Exemplaren in Silber und 50 Exemplaren in Kupfer. Bereits im Jahr nach seinem Tode wurde 1860 ihm zu Ehren die Alexander von Humboldt-Stiftung als Einrichtung der Forschungs- und Wissenschaftsförderung gegründet (Neugründung 1925 und 1953). Siehe auch www.avh.de. Im ehemaligen Stempelarchiv der Berliner Staatsmünze, heute im Berliner Münzkabinett aufbewahrt, befinden sich noch die Bildpatrizen zu den Prägestempeln.

Photographer Obverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Photographer Reverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18210984

Latest Revision: 17.09.2019