https://ikmk.smb.museum/object?id=18214072


Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18214072. Aufnahme durch Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann).

Amastris

Münzstand: Stadt

Nominal: Didrachme

Datierung: ca. 300-285 v. Chr.

Land: Türkei
Münzstätte: Amastris (Sesamos)

Vorderseite: Kopf mit Lederkappe (kidaris, persische Satrapenmütze) und Lorbeerkranz nach r., dahinter Köcher mit Bogen (hier nur teilweise sichtbar).
Rückseite: ΒΑΣΙΛΙΣΣΗΣ / AMAΣTPI[ΟΣ]. Thronende Aphrodite nach l., auf ihrer ausgestreckten r. Hand Eros, der sie bekränzt. Die l. Hand liegt auf der Armlehne des Throns, das Zepter lehnt am Thron. Darüber eine kleine Heliosbüste in Strahlenkranz.

Herstellung: geprägt

Münze, Silber, 9,57 g, 21 mm, 12 h

Veräußerer (an Museum):
Paulos Ioannes Lambros

Literatur: Friedländer - von Sallet Nr. 207 (dieses Stück); F. de Callataÿ, Le premier monnayage de la cité d'Amastris (Paphlagonie), SNR 83, 2004, 66 Gruppe 1A Nr. 1 a.c (VS1/RS1 dieses Stück); SNG British Museum 1 Nr. 1297-1298; SNG Aulock Nr. 6798; Bank Leu und Münzen & Medaillen Basel Auktion vom 3.-4. Dez. 1965 Nr. 348 (Sammlung W. Niggeler). - Vgl. zur Deutung der Vs. l.-M. Hans, Die Göttin mit der Tiara, SNR 66, 1987, 53 Anm. 43.

Die frühen Prägungen von Amastris, wie z.B. dieses Exemplar, zeigen auf der Vs. wahrscheinlich den Profilkopf der Stadtgründerin Amastris, hier sogar mit der Bezeichnung Königin. Später wird dann wohl in sehr ähnlicher Weise Mithras abgebildet. Amastris, die Nichte des letzten persischen Großkönigs Dareios III., wurde zunächst in der großen Hochzeitsfeier von Susa 324 v. Chr. mit Krateros, einem General Alexanders des Großen, verheiratet. Dieser nahm nach dem Tod Alexanders eine andere Ehefrau und gab Amastris an Dionysios, den König von Herakleia am Pontus. Nach dem Tod des Dionysios, mit dem sie drei Kinder hatte, heiratete Amastris Lysimachos, der sie wiederum zu Gunsten von Arsinoe II. verließ. Daraufhin gründete sie die nach ihr benannte Stadt an der Küste Paphlagoniens, indem sie die Städte Sesamos, Kytoros, Kromna und Tios zusammenlegte. Ihr Profilporträt auf den frühen Münzen von Amastris soll an den weicheren Gesichtszügen und den Locken, die das Gesicht rahmen und v. a. einer einzelnen unter dem Kinn, zu erkennen sein.

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Münzpatenschaft: Joachim Frank

Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen
Accession 1851/9118 Zugangsjahr 1851 Zugangsart Kauf

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 18214072

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