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Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18214227. Aufnahme durch Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann).

Brandenburg-Preußen: Gründung der Kolonie Großfriedrichsburg, 1681

Vorderseite: DEO DVCE AVSPICYS SERENISSIMI ELECTORIS BRANDENBVRGICI [Mit göttlichem Geleit unter der Führung des durchlauchtigsten Kurfürsten von Brandenburg]. Nach rechts auf offenem Meer unter vollem Wind segelnde dreimastige Kogge.
Rückseite: COEPTA NAVIGATIO AD ORAS GVINAE AN MDCLXXXI FELICITER [AE ligiert. Im Jahre 1681 hat die Schifffahrt zu den Küsten Guineas glücklich begonnen]. Eine kniende Eingeborene bietet in einer Schüssel Goldkörner und Elfenbein dar. Zu ihren Füßen in miniaturhafter Darstellung ein Elephant und zwei Gold waschende Eingeborene. Im Hintergrund Schiffe und auf erhöhtem Ufer eine Festung.

Herstellung: geprägt

Medaille, Silber, 56,90 g, 66 mm
Datierung: 1681

Literatur: J. C. C. Oelrichs, Erläutertes Chur-Brandenburgisches Medaillencabinet aus richtig in Kupfer, von lauter Originalien, abgebildeten, beschriebenen und in chronologischer Ordnung, größesten Theils aus archivischen Nachrichten historisch erklärten Gedächtnißmünzen. Zur Geschichte Friederich Wilhelm des Großen (1778) Nr. 68; J. Menadier, Schaumünzen des Hauses Hohenzollern (1901) Nr. 166 (dieses Stück); G. Brockmann, Die Medaillen Joachim I. - Friedrich Wilhelm I. 1499-1740 (1994) Nr. 243; W. Steguweit - B. Kluge, Suum cuique. Medaillenkunst und Münzprägung in Brandenburg-Preußen (2008) Nr. 37 (dieses Stück).

Anlässlich der Gründung der brandenburgisch-preußischen Kolonie Großfriedrichsburg in Guinea. - Der Große Kurfürst plante seit 1681 die Errichtung einer 'Brandenburgisch-Afrikanischen Handelskompagnie' an der Küste Guineas (Goldküste). 1683 wurde der Grundstein zu einer Festung Großfriedrichsburg gelegt. Von dort stießen zeitweise bis zu 20 Schiffe in See, um mit Gold, Elfenbein und anderen Rohstoffen den Handel und die Wirtschaft Brandenburgs zu beleben. 1717 ging die Kolonie in Konkurs und wurde an die Westindische Kompagnie zu Amsterdam verkauft.

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 18214227

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