Elis

Münzstand: Stadt
Nominal: Stater
Datierung: ca. 363-343 v. Chr.
Münzstätte: Elis

Vorderseite: Kopf des Zeus mit Lorbeerkranz nach r.
Rückseite: F-A / A-P. Adler nach r. auf einem ionischen Säulenkapitell.

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1906 Löbbecke Kauf

Silber, Stater, 12,15 g, 25 mm, 12 h

Vorbesitzer:
Arthur Löbbecke

Literatur: A. Löbbecke, Griechische Münzen aus meiner Sammlung, ZfN 17, 1890, 5 f. Taf. 1,6 (dieses Stück); C. T. Seltman, The Temple Coins of Olympia (1921) 60 Nr. 193 a Taf. 6 (dieses Stück, CJ/εβ, 363-343 v. Chr.); K. Regling, Die antike Münze als Kunstwerk (1924) Nr. 668 Taf. 32 (dieses Stück); P. R. Franke - M. Hirmer, Die griechische Münze (1972) 108 Nr. 504 Taf. 157 (dieses Stück, um 363-343 v. Chr.); Schultz (1997) Nr. 38 (dieses Stück).

Die Münzen von Elis tragen den Stadtnamen FAΛEION meist in abgekürzter Form. Der griechische Buchstabe Digamma (F) wird als W-Laut ausgesprochen. AP könnte die Abkürzung eines Magistratsnamens sein. Elis wurde 471 v. Chr. durch einen Zusammenschluss von Orten im Peneiostal gegründet, bereits um 570 v. Chr. hatten die Eleer ihren Einfluss bis auf das Alpheiostal ausgeweitet, so dass sie seitdem auch das Heiligtum von Olympia verwalteten. Der Beginn der elischen Münzprägung wird mit diesem Zusammenschluss in Verbindung gebracht. In den Münzbildern wird auf Zeus und Hera, die Hauptgötter von Olympia, Bezug genommen. Auf vorliegendem Exemplar wird Zeus selbst und das ihm zugeordnete Tier, der Adler, gezeigt.

Fotograf Vorderseite: Dirk Sonnenwald
Fotograf Rückseite: Dirk Sonnenwald

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18214858

letzte Änderung: 28.11.2017