Sikyon

Münzstand: Stadt
Nominal: Stater
Datierung: ca. 360-340 v. Chr.

Vorderseite: Chimäre nach l., Löwen-, Ziegen- und Schlangenkopf sind nach l. gerichtet, unter ihrem Bauch ein Apollonkopf mit Lorbeerkranz nach l.
Rückseite: A Γ. Eine Taube fliegt nach l., umgeben von einem Olivenkranz, dessen Zweigenden r. verknotet sind.

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1873 Fox Zugangsart Kauf

Silber, Stater, 12,27 g, 24 mm, 10 h

Vorbesitzer:
General Charles Richard Fox
Samuel Rogers

Literatur: Friedländer - von Sallet Nr. 131 (dieses Stück); Schultz (1997) Nr. 41 (dieses Stück, um 350 v. Chr.); BMC Peloponnesus 41 Nr. 62 (400-300 v. Chr.). Vgl. SNG Lockett Nr. 2329 (A auf Rs. an anderer Position); LHS Auktion 96 vom 8.-9. Mai 2006 Nr. 214 (A und Γ auf Rs. anders angeordnet, 360-340 v. Chr., BCD Collection); L. Lacroix, Quelques aspects de la numismatique sicyonienne, RBN 110, 1964, 6-12. 29-50 (zu den Motiven).

Lacroix (1964) interpretiert die Taube auf den sikyonischen Münzen als Attributtier der in Sikyon besonders verehrten Aphrodite. Für das Motiv der Chimäre gibt es unterschiedliche Erklärungen; es werde in Anlehnung an die korinthische Münzprägung gezeigt, da das Münzbild von Korinth Pegasos, der Gefährte des Lokalheros Bellerophon war, mit dessen Hilfe er die Chimäre getötet hatte. Lacroix hingegen denkt, die Chimäre mit ihrem Ziegenmittelteil beziehe sich auf den früheren Namen von Sikyon, der Aigialeia (griech. Ziege) hieß und solle zudem eine Konkurrenz zur Nachbarstadt Korinth zum Ausdruck bringen.

Fotograf Vorderseite: Dirk Sonnenwald
Fotograf Rückseite: Dirk Sonnenwald

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18214871

letzte Änderung: 03.05.2021