Korinth

Münzstand: Stadt
Nominal: Drachme
Datierung: ca. 350-330 v. Chr.
Münzstätte: Korinth

Vorderseite: K. [K als Koppa]. Pegasos nach l. fliegend.
Rückseite: Weiblicher Kopf nach l. mit Perlenkette und Ohrring. Die Haare sind in einem Tuch (sakkos), das von mehreren Schnüren gehalten wird, verborgen, hinten eine Schnur mit Quaste, unter dem Kinn der Buchstabe I.

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1921/1 Schenkung

Silber, Drachme, 2,78 g, 16 mm, 6 h

Vorbesitzer:
Dr. Heinrich Dressel - 1920

Literatur: BMC Corinth 41 Nr. 355 Taf. 10,24 (350-338 v. Chr.). Vgl. C. M. Kraay, Archaic and Classical Greek Coins (1976) 88 Nr. 261 Taf. 14 (Rs. leicht andere Frisur und andere Buchstaben, um 330 v. Chr.).

Bei dem Frauenkopf könnte es sich um eine Darstellung der Aphrodite oder der Quellnymphe Peirene handeln. Korinth ist eine der wichtigsten Münzstätten im griechischen Mutterland. Wegen ihrer Bedeutung als Handelsstadt am Isthmos der peloponnesischen Halbinsel prägte Korinth bereits seit dem frühen 6. Jh. v. Chr. Münzen. Zunächst konzentrierten sich die Münzbilder auf Pegasos, welcher vom korinthischen Heros Bellerophon gezähmt wurde und mit dessen Hilfe er die Chimäre besiegte. Ab dem 4. Jh. v. Chr. ist auch die Kampfszene selbst auf den Münzen gezeigt. Ein archaisierendes Element der Münzgestaltung ist das Festhalten an dem Buchstaben Koppa als altem Anfangsbuchstaben der Münzstätte bis in das 3. Jh. hinein.

Fotograf Vorderseite: Dirk Sonnenwald
Fotograf Rückseite: Dirk Sonnenwald

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18214939

letzte Änderung: 28.11.2017