Röm. Republik: M. Antonius

Münzstand: Imperatorische Prägung
Nominal: Denar (ANT)
Datierung: 32-31 v. Chr.
Münzstätte: Ephesos? / Patras?

Vorderseite: ANT AVG / III VIR R P C. Kriegsschiff (Galeere) nach r., hinter dem Schiffsbug ein mit Bändern geschmückter Dolonmast.
Rückseite: LEG - VII. Legionsadler (aquila) zwischen zwei Feldzeichen (signa).

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1882 Sandes Zugangsart Kauf

Silber, Denar (ANT), 3,89 g, 18 mm, 6 h

Vorbesitzer:
Captain Charles Sandes
Triumvir RPC:
Marcus Antonius
Veräusserer (an Museum):
Jean-Henri Hoffmann

Literatur: Crawford Nr. 544,20 (mobile Münzstätte, 32-31 v. Chr.); B. Woytek, Die Münzen der römischen Republik und der Übergangszeit zum Prinzipat. Mit einem Exkurs zu den Legionsprägungen des Marcus Antonius, in: M. Alram - F. Schmidt-Dick (Hrsg.), Numismata Carnuntina II (2007). FMRÖ III-2 489 ff. 503-518 (Patras?, 32-31 v. Chr., mit Lit.).

Webportale:
http://numismatics.org/crro/id/rrc-544.20

Der große Umfang dieser Emission, die in der Vs.- und Rs.-Darstellung sehr sparsam ist, erregte schon in der Antike Aufsehen (Festus s.v. ratitum quadrantem). Die Rs. zählen 23 Legionen auf, möglicherweise, um dadurch ihre Bindung an Antonius zu festigen, zumal die Münzen seit 32 v. Chr. als Vorbereitung für die Entscheidungsschlacht mit Octavianus geprägt wurden. Antonius bezeichnet sich hier ganz republikanisch als Augur und Triumvir. Als mögliche Prägestätten dieser Münzen gelten Ephesos und Patras.

Fotograf Vorderseite: Dirk Sonnenwald
Fotograf Rückseite: Dirk Sonnenwald

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18215201

letzte Änderung: 25.03.2019