https://ikmk.smb.museum/object?id=18215337
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Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18215337. Aufnahme durch Reinhard Saczewski.
Augustus
Münzstand: Antike Herrscherprägung, Autorität: Gaius Iulius Caesar (Octavianus), seit 27 v. Chr. Augustus (23.09.63 v. - 19.08.14 n. Chr.)
Nominal: As (halbiert)
Datierung: 12-nach 10 v. Chr.
Land: Frankreich
Münzstätte: Lyon (Gallia)
Vorderseite: CAES[AR - PONT MAX]. Kopf des Augustus mit Lorbeerkranz nach r.
Rückseite: [ROM ET AVG]. Altar der Roma und des Augustus in Lyon, flankiert von Säulen, auf denen Victorien einander gegenüberstehen. Altarfront mit Eichenkranz (corona civica) zwischen Lorbeerzweigen und männlichen Gestalten (Lares?) dekoriert. Oben runder Gegenstempel [TI]B.
Herstellung: geprägt
Münze, Bronze, 5,32 g, 25 mm, 3 h
Dargestellte/r:
Gaius Iulius Caesar (Octavianus), seit 27 v. Chr. Augustus
Veräußerer (an Museum):
Dr. Philipp Lederer
Literatur: H. Willers, Die Münzen der römischen Kolonien Lugudunum, Vienna, Cabellio und Nemausus, Numismatische Zeitschrift 1902, 79-138. 91 Nr. 7 (datiert 12-2 v. Chr.); BMCRE I 92 Nr. 549-560 (datiert 10-6? v. Chr.); J.-B. Giard, Le Monnayage de l'Atelier de Lyon. Des origines au règne de Caligula (43 avant J.-C. - 41 après J.C.) (1983) 98 f. Nr. 73 (datiert 10-7? v. Chr.); RIC I² Nr. 230 (datiert ca. 15-nach 10 v. Chr.); BNat I³ Nr. 1472-1631 (datiert 10-7? v. Chr.); J. van Heesch, Proposition d'une nouvelle datation des monnaies en bronze à l'autel de Lyon frappées sous Auguste, BSFN 1993, 535-538 (datiert 7-3 v. Chr.); M. Amandry - S. Estiot - G. Gautier, Le monnayage de l'Atelier de Lyon (43 av. J.-C. - 413 apr. J.-C.). Supplément II (2003) 15-17. - Zum Gegenstempel vgl. R. Martini, Collezione Pangerl. Contromarche Imperiali Romane (Augustus-Vespasianus). Nomismata 6 (2003) 69; RIC I² 10 f.
Webportale:
http://numismatics.org/ocre/id/ric.1(2).aug.230
Die Münze ist halbiert. - Der Gegenstempel TIB, der hier durch eine Bohrung nur noch partiell erkennbar ist (man vgl. das oben liegende B von TIB), lässt sich eindeutig dem Tiberius zuschreiben, in dessen Regierungszeit die Stempelung auch erfolgt ist [Martini (2003) 69]. - Durch Livius, Periochae 139 wird überliefert, dass, nachdem Nero Claudius Drusus den Aufruhr in Gallien beigelegt hatte, er 12 v. Chr. einen Altar für Roma und Augustus am Zusammenfluss von Rhone und Saône in Lugdunum weihte. Von Sueton, Claudius 2,1 wird zudem der 1. August als Datum genannt, der Tag an dem auch Kaiser Claudius Geburtstag hatte. Die Rückseite der Münze gibt mit der Bürgerkrone (corona civica) und den Lorbeerbäumen Ehrungen für Augustus wieder, die ihm 27 v. Chr. zuteil wurden. Deshalb sind die beiden Figuren auf dem Altar als Laren anzusprechen, die in der Selbstdarstellung des Augustus häufiger auftreten.
Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski
Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen
Accession 1914/42 Zugangsjahr 1914 Zugangsart Kauf
Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 18215337
Permalink: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215337
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