Mecklenburg: Neubrandenburg

Münzstand: Herzogtum/Stadt
Nominal: Witten
Datierung: ca. 1410-1420

Vorderseite: CIVITAS MANGNOPO. Landeswappen Mecklenburg (Stierkopf mit Lilienkrone und heraushängender Zunge).
Rückseite: MONETA BRANDEBO. Kreuz mit Stern im linken oberen und rechten unteren Winkel.

Silber, 1,02 g, 18 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1876/72 Zugangsart Kauf Fundort: Deutschland, Arnsberg

Literatur: J. Friedländer, Der Münzfund von Arnsberg, ZfN 4, 1887, 188 (dieses Stück); O. Oertzen, Die Mecklenburgischen Münzen des Großherzoglichen Münzkabinets. II. Die Wittenpfennige (1902) Nr. 456 a; W. Jesse, Der wendische Münzverein (1928) Nr. 323; M. Kunzel, Die werlesch-mecklenburgische Wittenprägung im 14. und 15. Jahrhundert, Berliner Numismatische Forschungen 2, 1988, 46 Nr. 35 a; B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 529.

Die Frage, ob die im 15. Jahrhundert in zahlreichen Landstädten Mecklenburgs, nicht nur in Neubrandenburg, geprägten Witten in einer städtischen Münzhoheit wurzeln, wie in der älteren Forschung (Oertzen, Jesse) vorausgesetzt wurde, bedarf noch genauerer Untersuchung. Münzbild und Umschrift der Vs. lassen eher auf eine landesherrliche Münzhoheit schließen. Bei den zur Herrschaft Mecklenburg gehörenden Städten ist der gekrönte Stierkopf mit Halsfell (mecklenburgischer Stierkopf), bei den zur Herrschaft Werle gehörenden Städten ohne Halsfell (werlescher Stierkopf) dargestellt.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski

Münzpatenschaft: Neubrandenburger Münzverein e.V.

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18215353

letzte Änderung: 03.05.2021