Mecklenburg: Neubrandenburg

Münzstand: Herzogtum/Stadt
Nominal: Witten
Datierung: nach 1420/1430

Vorderseite: MONETA BRANDEN. Greif nach links.
Rückseite: CIVITAS BRANDEN. Kreuz, in der Mitte Vierpass mit Punkt, im rechten oberen Winkel ein Ringel.

Silber, 0,71 g, 16 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1875/262 Zugangsart Kauf Fundort: Polen, Arnswalde (Choszczno)

Literatur: H. Dannenberg, Der Münzfund von Arnswalde, ZfN 5, 1878, 81 Nr. 49 (dieses Stück abgebildet); O. Oertzen, Die Mecklenburgischen Münzen des Großherzoglichen Münzkabinets. II. Die Wittenpfennige (1902) Nr. 456 c; W. Jesse, Der wendische Münzverein (1928) Nr. 324; M. Kunzel, Die werlesch-mecklenburgische Wittenprägung im 14. und 15. Jahrhundert, Berliner Numismatische Forschungen 2, 1988, 46 Nr. 36 c.

Die Frage, ob die im 15. Jahrhundert in zahlreichen Landstädten Mecklenburgs, nicht nur in Neubrandenburg, geprägten Witten in einer städtischen Münzhoheit wurzeln, wie in der älteren Forschung (Oertzen, Jesse) vorausgesetzt wurde, bedarf noch genauerer Untersuchung. Es ist ungewöhnlich, dass an Stelle des mecklenburgischen Wappens (Stierkopf) auf diesem Typ der pommersche Greif verwendet wird. Vermutlich ist auf diese Weise eine Angleichung an die pommerschen Witten und deren Umlaufgebiet angestrebt worden.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski

Münzpatenschaft: Neubrandenburger Münzverein e.V.

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18215359

letzte Änderung: 03.05.2021