Mecklenburg: Parchim

Münzstand: Herzogtum/Stadt
Nominal: Quadrans (MA)/Vierling
Datierung: ca. 1380/1384-1392

Vorderseite: CIVITAS DNI D WERLE. Landeswappen Werle (Stierkopf mit Lilienkrone, ohne Zunge).
Rückseite: MONETA PARChEM. Kreuz mit Mittelrund, darin Punkte.

Silber, 0,41 g, 14 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1878/543 Zugangsart Kauf

Literatur: O. Oertzen, Die Mecklenburgischen Münzen des Großherzoglichen Münzkabinets. II. Die Wittenpfennige (1902) Nr. 529; W. Jesse, Der wendische Münzverein (1928) Nr. 400; M. Kunzel, Die werlesch-mecklenburgische Wittenprägung im 14. und 15. Jahrhundert, Berliner Numismatische Forschungen 2, 1988, 43 Nr. 10; B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 538 (dieses Stück).

Die Frage, ob die am Ende des 14. und im 15. Jahrhundert in zahlreichen Landstädten Mecklenburgs, nicht nur in Parchim, geprägten Witten in einer städtischen Münzhoheit wurzeln, wie in der älteren Forschung (Oertzen, Jesse) vorausgesetzt wurde, bedarf noch genauerer Untersuchung. Münzbild und Umschrift der Vs. lassen eher auf eine landesherrliche Münzhoheit schließen. Bei den zur Herrschaft Mecklenburg gehörenden Städten ist der gekrönte Stierkopf mit Halsfell (mecklenburgischer Stierkopf), bei den zur Herrschaft Werle gehörenden Städten ohne Halsfell (werlescher Stierkopf) dargestellt. Viertelwitten sind nur in den Städten der Herrschaft Werle und nur im Zeitraum 1380/84-1392 gemünzt worden.

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Münzpatenschaft: Neubrandenburger Münzverein e.V.

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18215370

letzte Änderung: 03.05.2021