Mecklenburg: Malchin

Class/status: Dukedom/City
Denomination: Witten
Date: ca. 1380/1384-1392

Obverse: CIVITAS DNI D WERLE. Landeswappen Werle (Stierkopf mit Lilienkrone, ohne Zunge).
Reverse: MONETA MALCHIN. Kreuz mit Mittelrund, darin Stern.

Silber, 1,02 g, 18 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1870 Dannenberg Zugangsart Kauf

Vorbesitzer:
Friedrich Emil Hermann Dannenberg

Publications: O. Oertzen, Die Mecklenburgischen Münzen des Großherzoglichen Münzkabinets. II. Die Wittenpfennige (1902) Nr. 513 b; W. Jesse, Der wendische Münzverein (1928) Nr. 375; M. Kunzel, Die werlesch-mecklenburgische Wittenprägung im 14. und 15. Jahrhundert, Berliner Numismatische Forschungen 2, 1988, 43 Nr. 13.

Die Frage, ob die am Ende des 14. und im 15. Jahrhundert in zahlreichen Landstädten Mecklenburgs, nicht nur in Malchin, geprägten Witten in einer städtischen Münzhoheit wurzeln, wie in der älteren Forschung (Oertzen, Jesse) vorausgesetzt wurde, bedarf noch genauerer Untersuchung. Münzbild und Umschrift der Vs. lassen eher auf eine landesherrliche Münzhoheit schließen. Bei den zur Herrschaft Mecklenburg gehörenden Städten ist der gekrönte Stierkopf mit Halsfell (mecklenburgischer Stierkopf), bei den zur Herrschaft Werle gehörenden Städten ohne Halsfell (werlescher Stierkopf) dargestellt.

Photographer Obverse: Reinhard Saczewski
Photographer Reverse: Reinhard Saczewski

Godparenthood: Neubrandenburger Münzverein e.V.

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18215372

Latest Revision: 03.05.2021