Augustus

Münzstand: Antike Herrscherprägung, Münzherr: Gaius Iulius Caesar (Octavianus), seit 27 v. Chr. Augustus
Nominal: As?
Datierung: ca. 20-10 v. Chr.
Münzstätte: Nîmes

Vorderseite: [IMP] / DIVI F. Kopf des Marcus Agrippa (l.) mit einer Kombination aus Schiffskrone und Lorbeerkranz nach l. und Kopf des Augustus (r.) nach r. Oben ein runder Gegenstempel mit D D beiderseits eines Palmzweigs.
Rückseite: [C]OL - NEM. [NE ligiert]. Krokodil nach r., das an eine Palme gekettet ist, darüber ein Kranz (?) mit langen Bändern. Ganz unten zwei Zweige.

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1906 Löbbecke Zugangsart Kauf

Bronze, As?, 14,19 g, 27 mm, 2 h

Dargestellte/r:
Marcus Vipsanius Agrippa
Gaius Iulius Caesar (Octavianus), seit 27 v. Chr. Augustus
Vorbesitzer:
Arthur Löbbecke - 1906

Literatur: J.-B. Giard, Nimes sous Auguste, Schweizer Münzblätter 82, 1971, 68-73 (Gruppe 1, 28/27-9 v. Chr.); RIC I² Nr. 157 (ca. 20-10 v. Chr., As?, Rs. mit zwei Kränzen); RPC I Nr. 523,141 (ca. 16/15?-10 v. Chr., Dupondius). - Zum Gegenstempel vgl. RIC I² 10; R. Martini, Una collezione di monete romane imperiali contromarcate nel Gabinetto Numismatico di Locarno (1993) 57 Nr. 10; R. Martini, Collezione Pangerl. Contromarche Imperiali Romane (Augustus-Vespasianus). Nomismata 6 (2003) 55 Nr. 15.

Webportale:
http://numismatics.org/ocre/id/ric.1(2).aug.157
https://rpc.ashmus.ox.ac.uk/coins/1/523/141

Der hier auf der Vs. angebrachte Gegenstempel Decreto Decurionum mit dem Palmzweig ist häufig auf diesem Münztyp belegt. Er stammt aus der Gallia Narbonensis, wo er in der Regierungszeit des Kaisers Tiberius unter anderem auch in Nemausus selbst Verwendung fand, so Martini (2003) 55. - Das an eine Palme gekettete Krokodil auf diesen gallischen Münzen weist auf die Eroberung Ägyptens durch Octavianus, den späteren Kaiser Augustus, am 1. August 30 v. Chr. hin. Auch in der Prägestätte Rom ist dieser Sieg ein wichtiges Thema, wie die dort hergestellte Aegypto Capta-Serie deutlich macht. Der Bezug zur Stadt Nemausus/Nîmes erklärt sich durch die Ansiedlung von ehemaligen Soldaten aus dem Heer des Octavianus. Die Palme ist in diesen Serien laut Literatur mit einem oder zwei 'Kränzen' dekoriert, die Ausgestaltung dieses Attributs kann allerdings stark variieren.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18215403

letzte Änderung: 30.09.2019