Henke, Johannes: Kurt Tucholsky, 1983

Vorderseite: KURT TUCHOLSKY. Kopf Kurt Tucholskys in der Frontalansicht.
Rückseite: SCHLOSS GRIPSHOLM. Ansicht von Schloss Gripsholm. Im Vordergrund ein großer Baum. Unten die Signatur jh / 83.

Bronze, 277,00 g, 115 mm
Datierung: 1983

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 2008/174 Zugangsart Schenkung

Medailleur/in:
Johannes Henke
Dargestellte/r:
Kurt Tucholsky
Vorbesitzer:
Johannes Henke

Literatur: Medaillenkabinett. Mitteilungsblatt der Deutschen Medaillengesellschaft e. V. Köln 10, 1985, 25; B. Weisser, Das Medaillenwerk von Johannes Henke, in: G. Dethlefs u.a. (Hrsg.), Westfalia Numismatica 2013. Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete (2013) 390. 393 Nr. 80 (diese Medaille).

Guss, zweiseitig, gelbbraun patiniert. - Kurt Tucholsky (1890-1935) war ein bekannter deutscher Schriftsteller und Journalist. Er schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel. Mit seinen Gedichten, Roman und Polemiken avancierte er zu einem der bedeutendsten Kritiker der Weimarer Republik. Tucholsky war Mitarbeiter und kurzfristig Herausgeber der Zeitschrift 'Die Weltbühne' (vormals 'Schaubühne'). Er war Pazifist, Kritiker des Spießertums, des Nationalismus und des Militarismus. Zu seinen zahlreichen Werken gehören satirische, teils sarkastisch-ironische Essays, Kurzprosatexte und Gedichte sowie heitere Romane wie 'Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte' (1912) und 'Schloss Gripsholm' (1931). Er textete auch Sketche und Chansons fürs Kabarett. Nach 1924 lebte Kurt Tucholsky überwiegend im Ausland, ab 1929 dauerhaft in Schweden. 1933 fielen seine Schriften unter den Nationalsozialisten der Bücherverbrennung zum Opfer, er wurde aus Deutschland ausgebürgert und verfemt. Aus Enttäuschung über die politische Entwicklung in Deutschland nahm er sich 1935 das Leben.

Fotograf Vorderseite: Dirk Sonnenwald
Fotograf Rückseite: Dirk Sonnenwald

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18216094

letzte Änderung: 25.03.2019