Henke, Johannes: King Lear, 1985

Obverse: Stilisierter Kopf mit Krone in Frontalansicht. Rechts die Signatur jh / 85.
Reverse: KING LEAR. Bis auf Werktitel glatt.

Bronze, 133,00 g, 71 mm
Date: 1985

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 2008/174 Zugangsart Schenkung

Medailleur/in:
Johannes Henke
Previous owners:
Johannes Henke

Publications: B. Weisser, Das Medaillenwerk von Johannes Henke, in: G. Dethlefs u.a. (Hrsg.), Westfalia Numismatica 2013. Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete (2013) 391. 393 Nr. 86 (diese Medaille).

Guss. - König Lear (im Original 'The Tragedy of King Lear') gilt als eine der herausragenden Tragödien Willam Shakespeares, vermutlich 1605 entstanden, Uraufführung im Dezember 1606 am englischen Hof. - Die Person König Lears und seine Geschichte selbst basieren auf der Figur des 'König Leir', einem der legendären prähistorischen Könige Britanniens aus vorrömischer Zeit, der wiederum auf die keltische Meeresgottheit Llyr zurückgeht. Die Grundstruktur der seinerzeit schon bekannten Sage findet sich in der 'Historia Regum Britanniae' (um 1135) des Geoffrey von Monmouth. Eine zweite wichtige literarische Quelle für König Leir nennt die Zweitausgabe der 'Chronicles of England, Scotlande, and Irelande' von Raphael Holinshed aus dem Jahre 1587. - In Shakespeares Drama spielt ein Hofnarr, in Wirklichkeit der Graf Kent, verheiratet mit King Lears Tochter Cordelia, eine wichtige Rolle. Dieser hält als einziger zu ihm. - Interessant ist die künstlerische Umsetzung durch Johannes Henke: Der legendäre König ist zwar mit einer Krone dargestellt, trägt aber die Züge eines Narren bzw. einer Theatermaske.

Photographer Obverse: Dirk Sonnenwald
Photographer Reverse: Dirk Sonnenwald

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18216096

Latest Revision: 25.03.2019