Henke, Johannes: Albert Schweitzer, 1975

Obverse: ALBERT SCHWEITZER. Büste Albert Schweitzers nach rechts.

Biskuitporzellan, 68,91 g, 80 mm
Date: 1975

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1994/201 Zugangsart Schenkung

Medailleur/in:
Johannes Henke
Vorbesitzer:
Erna Krieger
Dr. Otto Marzinek
Hersteller:
Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM)
Dargestellte/r:
Albert Schweitzer

Publications: W. Steguweit, Das Menschenbild auf Medaillen des 20. Jahrhunderts. Sammlung Marzinek. Das Kabinett 1 (1994) 57 Nr. 120; B. Weisser, Das Medaillenwerk von Johannes Henke, in: G. Dethlefs u.a. (Hrsg.), Westfalia Numismatica 2013. Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete (2013) 374-375 Nr. 26 (diese Medaille).

Hergestellt von der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) in Berlin. - Albert Schweitzer (1875-1965) war ein deutscher evangelischer Theologe, Musiker, Mediziner und Philosoph. Nachdem er bereits grundlegende Werke zur Religionsphilosophie, Theologie und Musikgeschichte veröffentlicht hatte, entschloss er sich 1905 zum Medizinstudium, um als Missionsarzt im damaligen Französisch-Äquatorialafrika tätig zu sein. Er gründete 1913 in Lambaréné im heutigen Gabun ein Tropenhospital. Er musste seine Tätigkeit durch Internierung in Frankreich von 1917-1918 unterbrechen; er hielt sich bis 1924 in Europa auf und kehrte dann nach Afrika zurück. Sein Hospital richtete er u. a. zur Behandlung Leprakranker ein. Er war in Lambaréné bis zu seinem Tod tätig, zwischendurch unternahm er zahlreiche Reisen nach Europa, wo er Vorlesungen hielt und Orgelkonzerte gab. Er erhielt 1951 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 1952 den Friedensnobelpreis. Seine Philosophie gipfelt in einer weltbejahenden Ethik tätiger Nächstenliebe und der 'Ehrfurcht vor dem Leben', propagiert als Losungswort.

Photographer Obverse: Dirk Sonnenwald

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18216163

Latest Revision: 29.07.2019