Henke, Johannes: Siegmund Schütz, 1956

Obverse: S SCHÜTZ. Kopf von Siegmund Schütz nach links. Im Kopfabschnitt die Signatur JH (ligiert) 56.

Bronze, 239,00 g, 93 mm
Date: 1956

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 2009/76 Zugangsart Schenkung

Medailleur/in:
Johannes Henke
Dargestellte/r:
Siegmund Schütz
Previous owners:
Johannes Henke

Publications: B. Weisser, Das Medaillenwerk von Johannes Henke, in: G. Dethlefs u.a. (Hrsg.), Westfalia Numismatica 2013. Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete (2013) 371-372 Nr. 12 (diese Medaille).

Guss, einseitig. - Siegmund Schütz (1906-1998) machte 1925 eine Lehre als Holzbildhauer an der Fachschule in Bad Warmbrunn, studierte von 1926 bis 1928 Bildhauerei bei Karl Albiker an der Akademie der bildenden Künste in Dresden und von 1928 bis 1931 Holzgestaltung bei Theodor A. Winde an der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe in Dresden. Ab 1932 arbeitete er für die Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin, deren freier Mitarbeiter er bis 1936 war. Von 1936 bis 1970 war er künstlerischer Mitarbeiter der KPM. Schütz entwarf Blumengefäße mit figürlichen Dekoren, Reliefplatten, Porträtplaketten und Medaillons. 1936 bis 1940 machte er Entwürfe für eine Glasbläserei auf Murano, 1941/42 für die Glasmanufaktur Moser in Karlsbad sowie Münzschnitte für die Staatsmünze. Während des II. Weltkrieges leitete er von 1941 bis 1943 die Bildhauerarbeiten für den Wiederaufbau der 1941 zerstörten Staatsoper Unter den Linden, die Ausstattung wurde durch Bombardierung jedoch wieder vernichtet. Nach Verlagerung der KMP nach Selb von 1943 bis 1955 arbeitete Schütz nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft ab 1945 bis 1955 vorwiegend in Selb. - Schütz entwarf für die KMP Services, Blumengefäße, Gebäckdosen, Zigaretten- und Teedosen, Aschenbecher, Leuchter u. v. m. Ab 1966 beteiligte er sich an Münzwettbewerben. Nach seiner Pensionierung 1970 stellte er Porträtplaketten von Freunden, Verwandten und historischen Persönlichkeiten her. - Schütz war auch Lehrer von Johannes Henke, als dieser von 1939 bis 1940 seine künstlerische Ausbildung an der Staatlichen Porzellanmanufaktur KPM erhielt.

Photographer Obverse: Reinhard Saczewski

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18216306

Latest Revision: 25.03.2019