Henke, Johannes: Joachim Ringelnatz, 1982

Vorderseite: Kopf von Joachim Ringelnatz nach links.
Rückseite: Joachim / Ringelnatz. [in Fraktur-Schreibschrift]. Unter dem Namen des Dargestellten unten die Signatur jh / 82.

Bronze, 404,00 g, 89 mm
Datierung: 1982

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 2009/81 Zugangsart Schenkung

Medailleur/in:
Johannes Henke
Dargestellte/r:
Joachim Ringelnatz
Vorbesitzer:
Johannes Henke

Literatur: B. Weisser, Das Medaillenwerk von Johannes Henke, in: G. Dethlefs u.a. (Hrsg.), Westfalia Numismatica 2013. Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete (2013) 387, 389 Nr. 75 (diese Medaille).

Guss, einseitig, braun bis schwarz patiniert. - Joachim Ringelnatz (1883-1934) wurde als Hans Bötticher geboren. Er war ein deutscher Lyriker und Erzähler. Er arbeitete in mehreren Berufen, bevor er 1909 zum 'Hausdichter' des prominenten Münchner Künstlerlokals 'Simplicissimus' wurde. Hier trug er seine grotesk-hintersinnigen Verse vor und lernte mehrere Schwabinger Literaten (u. a. Frank Wedekind und Erich Mühsam) kennen. Er veröffentlichte diverse Gedichtbände und Erzählsammlungen. Nach dem 1. Weltkrieg, in dem er bei der Marine diente, kam er als Autor und Schauspieler zu Hans von Wolzogens Berliner Kleinkunstbühne 'Schall und Rauch'. Zu dieser Zeit trug er bereits den Beinamen 'Ringelnatz' (ein Seemannsausdruck für Seepferdchen). Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten erhielt er Auftrittsverbot. - Werke: Versbücher: Die Schnupftabakdose. Stumpfsinn in Versen (1912), Turngedichte (1920 und 1923), Kuttel-Daddeldu (1920 und 1923).

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18216309

letzte Änderung: 25.03.2019