Henke, Johannes: Der König in Thule, 1982

Vorderseite: DER KÖNIG - IN THULE. Kopf eines sterbenden Mannes mit Bart in Frontalansicht.
Rückseite: J W v GOETHE. Ein im Meer versinkender Weinbecher, verziert mit einem Stier und Pflanzen. Unten die Signatur jh / 82.

Bronze, 260,00 g, 80 mm
Datierung: 1982

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1994/201 Zugangsart Schenkung

Medailleur/in:
Johannes Henke
Vorbesitzer:
Erna Krieger

Literatur: Medaillenkabinett. Mitteilungsblatt der Deutschen Medaillengesellschaft e. V. Köln 7, 1982, 26; B. Weisser, Das Medaillenwerk von Johannes Henke, in: G. Dethlefs u.a. (Hrsg.), Westfalia Numismatica 2013. Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete (2013) 387-388 Nr. 70 (diese Medaille).

Guss, zweiseitig, gelbbraun patiniert. - Die Medaille bezieht sich auf die bekannte vertonte Ballade Johann Wolfgang von Goethes 'Der König in Thule' aus dem Jahre 1774. Als Vorstufe zu diesem Gedicht gilt Goethes Gedicht 'Geistesgruß'. Unter dem Einfluss Herders wurde als Schauplatz des Gedichtes das sagenumwobene Thule gewählt, nach antiker Vorstellung die nördlichste Insel, die von griechischen Seefahrern erreicht wurde. Henke ließ sich von den Goldmasken aus den mykenischen Königsgräbern und dem goldenen Weinbecher aus Vaphio bei Sparta inspirieren.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18216317

letzte Änderung: 25.03.2019