Abila

Class/status: City
Date: 201-202 n. Chr.
Mint: Abila (Dekapolis)

Obverse: [AYT K]AIC - M[A]YP A[NTΩNEINOC]. Drapierte Panzerbüste des Caracalla in der Rückenansicht nach r.
Reverse: CΕ ΑΒΙΛΗ[ΝΩΝ ...] // [...]. Herakles, nach r. gewandt, kämpft mit dem nemeischen Löwen, welchen er in die Luft gehoben hat.

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1923/215 Zugangsart Kauf

Bronze, 10,31 g, 26 mm, 12 h

Publications: A. Lichtenberger, Kulte und Kultur der Dekapolis. Untersuchungen zu numismatischen, archäologischen und epigraphischen Zeugnissen (2003) 445 MZ 23; N. Riedl, Gottheiten und Kulte in der Dekapolis (2003) 42 AB.10 Typus 4 (dieses Stück); A. Spijkerman, The Coins of the Decapolis and Provincia Arabia (1978) 54 f. Nr. 20.

Die Darstellungen des Herakles, die sich immer auf dem zweithöchsten Nominal finden, wechseln nach Nadine Riedl vom Bild des ausruhenden Helden auf Münzen des Marcus Aurelius und des Lucius Verus zum ruhig stehenden Herakles unter Commodus und schließlich zu der Darstellung seines Kampfes mit dem nemeischen Löwen zur Regierungszeit des Caracalla und des Elagabalus. - Nach dem Zusammenbruch des Seleukidenreichs gerieten Städte wie Abila, Dion und Hippos unter die Regentschaft lokaler Herrscher, danach durch Pompeius im Jahr 64 v. Chr. unter die Vorherrschaft Roms. Ab diesem Zeitpunkt begannen diese Städte eine neue Jahresrechnung. Die Dreiergruppe der Buchstaben auf der Rückseite steht für eine Zahl in der Ärenrechnung der Städte der Dekapolis. Auf besser erhaltenen Exemplaren dieses Typus ist auf der Rückseite unter der Abschnittslinie die Jahreszahl ΕΞC = 265 zu lesen, was dem Jahr 201/202 n. Chr. entspricht.

Photographer Obverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Photographer Reverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18216447

Latest Revision: 25.03.2019