Güttler, Peter-Götz: Das Feld, 1988

Vorderseite: Ein großes Feld mit Mähdrescher, darüber ein aufsteigender Vogel, in der Mitte ein Hügel mit einem See, Pflanzen und zwei Bäumen.

Weißmetall, 530,00 g, 99-144 mm
Datierung: 1988

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1989/94 Zugangsart Kauf

Medailleur/in:
Peter-Götz Güttler
Veräusserer (an Museum):
Peter-Götz Güttler

Literatur: Katalog XXII. FIDEM 1990 Helsinki (1990) 86 Nr. 481; W. Steguweit (Hrsg.), Peter-Götz Güttler. Gegossene Sichten und Welten - Medaillen 1917 bis 2011. Die Kunstmedaille in Deutschland 27 (2012) 149 Nr. 1988.3.

Guss, einseitig. - Die Medaille entstand 1988 anlässlich eines nationalen Medaillenwettbewerbs zum Thema 'Natur und Umwelt' in Vorbereitung auf die FIDEM-Biennale in Helsinki. Die Landwirtschaft in Ostdeutschland zeichnet sich durch die großen Felder aus, die sich über mehrere Quadratkilometer erstrecken können. Überfliegt man - wie der Vogel auf der Medaille - diese Flächen, so bietet sich ein durch den Mähdrescher geschaffenes artifizielles Muster, in dem die Geländekonturen verwischen. Inmitten des gigantischen Feldes bleibt aber ein kleines Fleckchen Erde ungemäht. Es ist ein kleiner Hügel mit See, umgeben von Bäumen und Pflanzen. Dieser Hügel bleibt das einzige Stückchen unkultivierte Natur, das sich der wirtschaftlichen Verwertung der Landschaft entzieht und die Maschine zu Umwegen zwingt. Erst in den letzten Jahren sind wieder mehr Flächen zur Renaturierung bereitgestellt und Naturschutzzonen geschaffen worden.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18216731

letzte Änderung: 28.11.2017