Tiberius

Class/status: Ancient Ruler's issue
Denomination: Dupondius
Date: 8-10 n. Chr.
Mint: Lyon

Obverse: [TI] CA[ESA]R AVGVST - F IMPERAT V. Kopf des Tiberius mit Lorbeerkranz nach r.
Reverse: ROM ET AVG. Altar von Lugdunum mit der Bürgerkrone (corona civica) zwischen Lorbeerzweigen und zwei Figuren in der Relieffront. Aussen stehen sich erhöht zwei Kränze haltende Victorien gegenüber.

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1873 Gansauge Zugangsart Kauf

Bronze, Dupondius, 12,65 g, 27 mm, 6 h

Vorbesitzer:
Generalleutnant Hermann von Gansauge
Dargestellte/r:
Tiberius
Münzherr:
Gaius Iulius Caesar (Octavianus), seit 27 v. Chr. Augustus

Publications: BMCRE I 95 Nr. 575 (9-11 n. Chr.); J.-B. Giard, Le Monnayage de l'Atelier de Lyon. Des origines au règne de Caligula (43 avant J.-C. - 41 après J.C.) (1983) 111 Nr. 108 (10 n. Chr.); RIC I² Nr. 236 a (8-10 n. Chr.); BNat I³ Nr. 1757-1759 (10 n. Chr.).

Web Portals:
http://numismatics.org/ocre/id/ric.1(2).aug.236A

Durch Livius (Periochae 139) wird überliefert, dass, nachdem Nero Claudius Drusus den Aufruhr in Gallien beigelegt hatte, er 12 v. Chr. einen Altar für Roma und Augustus am Zusammenfluss von Rhone und Saone in Lugdunum weihte. Von Sueton, Claudius 2,1, wird zudem der 1. August als Datum genannt, der Tag an dem auch Kaiser Claudius Geburtstag hatte. Die Rückseite der Münze gibt mit der corona civica und den Lorbeerbäumen Ehrungen des Augustus wider, die ihm 27 v. Chr. zuteil wurden. Deshalb sind die beiden Figuren auf dem Altar als Laren anzusprechen, die innerhalb der Augustus-Ikonographie häufig auftreten.

Photographer Obverse: Dirk Sonnenwald
Photographer Reverse: Reinhard Saczewski

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18217671

Latest Revision: 25.03.2019