Magdeburg: Sigismund

Münzstand: Erzbistum, Münzherr: Sigismund (1553-1566), Markgraf von Brandenburg
Nominal: Taler
Datierung: 1554
Münzstätte: Magdeburg

Vorderseite: SIGISM D G ARCHIEPISCO MAGDEBVR. Brustbild Sigismund mit Barett, Harnisch und Feldbinde nach links.
Rückseite: PRIMVS IN GERMA MAR BRA. Zehnfeldiges Wappen mit drei Helmen.

Silber, 28,55 g, 42 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1892 Dannenberg Zugangsart Kauf

Dargestellte/r:
Sigismund (1553-1566), Markgraf von Brandenburg
Münzmeister (MM Nz):
Berthold Lucke
Vorbesitzer:
Hermann Dannenberg - 1892

Literatur: F. Freiherr von Schrötter, Beschreibung der neuzeitlichen Münzen des Erzstifts und der Stadt Magdeburg 1400-1682 (1909) Nr. 223 (dieses Stück).

Sigismund war ein Sohn des brandenburgischen Kurfürsten Joachims II. Von ihm existieren als Magdeburger Münzen nur zwei sehr seltene Taler, wovon dieser der wiederum noch seltenere ist. Nach Schrötter durch den Münzmeister Berthold Lucke 1554 geprägt und vermutlich anläßlich der Huldigung in Halle am 23. Januar 1554 entstanden. Bemerkenswert ist das ganz und gar ungeistliche Bildnis Sigismunds, der sich in der Umschrift aber ausdrücklich 'Archiepiscopus' (Erzbischof) nennt. Um 1560 trat er zum lutherischen Glauben über und führte 1561 im Erzstift Magdeburg die Reformation ein.

Fotograf Vorderseite: Dirk Sonnenwald
Fotograf Rückseite: Dirk Sonnenwald

Münzpatenschaft: Friedrich Popken

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18218534

letzte Änderung: 07.03.2018