Königlich-preußisches Militärgouvernement: 2 Groschen 1807

Land: Polen
Ausgabeort: Kolberg (Kołobrzeg) (Pommern)

Vorderseite: No. 11317 Colberg 1807 Zwei Groschen Unter Königl Garantie. Zierrand, Wertbezeichnung mit schwarzer Tinte, darunter drei Unterschriften.
Rückseite: KÖN PREUS GOUVERNEMENT ZU COLBERG. Das Gouvernementsiegel mit preußischem Adler.

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession Ohne Nummer Zugang ungeklärt

Pappe, 2 Groschen, 64-43 mm
Datierung: 1807

Auflage: 13000

Literatur: A. Pick, Papiergeldlexikon (1992) 162; A. Pick - J.-U. Rixen, Papiergeld Spezialkatalog Deutschland (1991) Nr. A 584; M. Kunzel, „Nun präge ich ... eine Belagerungsmünze“, BBPN 4, 1997, 83-91; H. Malchow, Die Kolberger Belagerungskoupons von 1807, BBPN 1, 1990, 66-69.

Bei diesen Kolberger Belagerungsscheinen (sog. Meinecke-Kupons) handelt es sich um Notgeld, bei dem Packpapierbogen mit Schreibpapier überklebt wurde. Die Hafenstadt Kolberg (Colberg) der ehemaligen Provinz Pommern wurde im Mai 1807 von napoleonischen Truppen belagert und eingeschlossen. Um den Geldmangel zu beheben, gab man Notgeldscheine zu 2, 4 und 8 Groschen heraus, die die Schüler des Lyzeums mit Tinte beschrieben. Für einen Teil der Ausgaben war eine Kommission (Kommissions-Kupons) verantwortlich, der andere Teil wurde von dem Kriegs- und Domänenrat Meinecke (Meinecke-Kupons) veranlasst. Insgesamt wurde Scheine im Wert von 5200 Talern hergestellt, die teilweise erst nach dem Ende der Belagerung (2. Juli) ausgegeben und bis zum 1. Juni 1808 eingelöst worden sind. Durch die 'Handarbeit' der Schüler ist jeder Schein ein Unikat.

Fotograf Vorderseite: Münzkabinett Berlin
Fotograf Rückseite: Münzkabinett Berlin

Münzpatenschaft: Jürgen und Brigitte Morgenstern

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18218535

letzte Änderung: 28.11.2017