Brandenburg: Joachim II.

Münzstand: Kurfürstentum
Nominal: Goldgulden
Datierung: 1539

Vorderseite: IOACH II D - G MA BRA E. [Joachim II. von Gottes Gnaden Markgraf von Brandenburg und Kurfürst]. Johannes der Täufer mit Lamm in der linken Hand, an den Seiten Jahreszahl 15-39. Unten ein Brackenkopf.
Rückseite: MON NOVA AVREA BERLIN. [Neue Goldmünze von Berlin]. Wappenschilde im Vierpass aus Kurzeptern. Oben das Münzmeisterzeichen (Paul Mühlrad).

Gold, 3,24 g, 23 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1937/158-159 Zugangsart Kauf Fundort: Deutschland, Doberan (Bad Doberan)

Vorbesitzer:
Graf Karl Meinhard von Lehndorff-Steinort
Münzmeister (MM Nz):
Paul Mühlrad
Münzherr:
Joachim II. (1535-1571), Kurfürst von Brandenburg

Literatur: B. Kluge, Die kurbrandenburgische Goldmünzenprägung im 16. Jahrhundert, Numismatische Zeitschrift 1995, 95-111 Nr. 9; A. L. und I. S. Friedberg, Gold Coins of the World from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 2130; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 116 Nr. I 4.19 mit Abb. (immer dieses Stück).

Provenienz: Von den Erben des Grafen Karl Meinhard von Lehndorff-Steinort erworben.

Einziges bekanntes Exemplar. Vorbild für diesen und andere kurbrandenburgische Goldgulden waren die ab 1470 in Schwabach unter Kurfürst Albrecht Achilles geprägten Gulden. Vorschrift für die Ausprägung war der Reichsmünzfuß, den sich der Münzmeister in einer besonderen Verordnung präzisieren ließ: 72 Stück aus der Mark, 18 Karat fein. Das bedeutete ein Gewicht von 3,25 g bei einem Feingehalt von 750/1000. Der Goldgulden galt 32 märkische Groschen zu 8 Pfennigen.

Fotograf Vorderseite: Dirk Sonnenwald
Fotograf Rückseite: Dirk Sonnenwald

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18224411

letzte Änderung: 25.03.2019