Image files are licensed Public Domain Mark 1.0. Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18224427. Photographs by Dirk Sonnenwald.

Preußen: Friedrich Wilhelm I.

Class/status: Kingdom (medieval/modern)
Denomination: Wilhelmsdor
Date: 1738
Country: Germany
Mint: (Brandenburg)

Obverse: FRID WILH D G - REX BOR EL BRAN. Brustbild Friedrich Wilhelm I. mit Zopf, Harnisch, Ordensband und Hermelinmantel nach rechts.
Reverse: PRO - DEO ET - MILI-TE. [Für Gott und das Militär]. Gekrönte und gespiegelte Initialen FW in das Kreuz gestellt
um einen Adlerschild. Unten Münzmeisterzeichen EGN (Ernst Georg Neubauer).

Gold, 13,46 g, 30 mm, 12 h

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession Ohne Nummer Zugangsart Zugang ungeklärt

Sitter:
Friedrich Wilhelm I. (1713-1740), König in Preußen
Authority:
Friedrich Wilhelm I. (1713-1740), König in Preußen
Mintmaster (MM Mod):
Ernst Georg Neubauer

Publications: F. Freiherr von Schrötter, Das Preußische Münzwesen im 18. Jahrhundert, I. Die Münzen aus der Zeit der Könige Friedrich I. und Friedrich Wilhelm I. (1902) Nr. 183; K. Martin, Die preußischen Münzprägungen von 1701 bis 1786 (1976) Nr. 87 a; A. L. und I. S. Friedberg, Gold Coins of the World from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 2363; G. Schön, Deutscher Münzkatalog 18. Jahrhundert 1700-1806. 4. Auflage (2008) Nr. 86; F. Freiherr von Schrötter (Hrsg.), Wörterbuch der Münzkunde (1930) 748; K. Klütz, Münznamen und ihre Herkunft (2004) 295; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 125 Nr. I 4.33 mit Abb. (dieses Stück).

In der ersten Hälfte des 18. Jh. stieg der Silberpreis stark an, so dass viele Staaten, auch Preußen, versuchten, über günstige Goldankäufe höherwertige Goldmünzen in den Umlauf zu bringen. 1737 entstand eine neue Goldmünze in Preußen, der Wilhelmsdor (eigentlich Friedrich Wilhelmsdor). Im Gewicht von 13,46 g enthielt der Wilhelmsdor (Doppelpistole) 12,245 Gramm Feingold. Ab 1738 kamen auch halbe Wilhelmsdor zur Ausprägung, nach deren Vorbild ab 1741 die Friedrichsdor gefertigt wurden. Die neuen Goldmünzen waren anfangs im Lande unbeliebt und mussten von den Beamten zum Zwangskurs von 10 Talern bei Gehaltszahlungen angenommen werden. Die Gesamtauflage der Wilhelmsdor von 1738 bis 1740 betrug 5833 Stück. Die Wilhelmsdor sind persönliche Schöpfungen Friedrich Wilhelms I. Sie sind überwiegend für die königliche Schatulle geprägt worden. Diese großen Goldmünzen nach dem Vorbild der französischen Louisdor befriedigten das Prunkbedürfnis des Königs, der damit vor allem auf seinen Inspektionsreisen durch das Land zu zahlen pflegte. Obwohl ohne festen Nominalwert und je nach Goldkurs schwankend, sind die Wilhelmsdor in der Regel zu 10 Talern gerechnet worden.

Photographer Obverse: Dirk Sonnenwald
Photographer Reverse: Dirk Sonnenwald

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18224427

Latest Revision: 03.05.2021

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