Anhalt: Grafschaft

Münzstand: Grafschaft
Nominal: Brakteat
Datierung: ca. 1160-1170

Vorderseite: Stehender Gepanzerter mit Mantel, mit der rechten Hand das Schwert schulternd, in der Linken die Fahne. Links und rechts zwei Türme.

Silber, 0,82 g, 31 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession Ohne Nummer Zugangsart Zugang ungeklärt

Münzherr:
Albrecht der Bär (1123-1170), seit 1134 Markgraf der Nordmark

Literatur: N. Seeländer, Zehen Schriften von Teutschen Münzen Mitlerer Zeiten (1743) 1 Nr. 3; J. Cahn, Ein Brakteat Albrechts des Bären, Berliner Münzblätter 34, 1913, 515-517; A. Suhle, Hohenstaufenzeit im Münzbild (1963) Nr. 19 (dieses Stück).

Dieser schriftlose Brakteat ist durch Nikolaus Seeländer in der ersten, schon 1724 verfaßten seiner 1743 gesammelt herausgegebenen zehn Schriften zuerst beschrieben und als brandenburgische Münze Albrechts des Bären aufgefaßt worden. Cahn (1913) hat gemeint, dass der Brakteat unzweifelbar Albrecht dem Bären angehöre, aber 'sowohl für die eigentliche Mark Brandenburg als auch für seine (anhaltischen) Stammlande mit dem Stempel eines Magdeburger Künstlers geschlagen sein' kann (S. 517). Suhle (1963) hat ihn im Text (S. 16) als Prägung Albrechts des Bären in den anhaltischen Stammlanden, im Bildteil als brandenburgische Prägung zu Lebzeiten Albrechts unter dessen Sohn Otto I. 1157-1184 erklärt. Ein brandenburgischer Ursprung läßt sich nicht ausschließen, größere Wahrscheinlichkeit spricht aber für eine anhaltische Prägung aus dem letzten Lebensjahrzehnt Albrechts des Bären.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18226667

letzte Änderung: 25.03.2019