Leibküchler, Paul: Przemysl, 1915

Vorderseite: PR[ZE]MYSL JUNI 1915. Unbekleideter Krieger mit Helm und Schwert löst einer sitzenden Frau mit daneben stehendem Kind die Handfesseln. Am Boden liegender Mann. Am lRand links die Signatur Leibküchler 1915.
Rückseite: PRZE-MYSL - MÄRZ 1915. Symbolische Darstellung des Hungertods vor liegender Frau. Am Rand unten rechts die Signatur Leibküchler.

Eisen, 252,00 g, 102 mm
Datierung: 1915

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession Ohne Nummer Zugangsart Zugang ungeklärt

Medailleur/in:
Paul Leibküchler

Literatur: J. Menadier, Der Geist der deutschen Schaumünze zur Zeit des Weltkrieges, BMF 52, 1917, 208; W. Steguweit, Das Münzkabinett der Königlichen Museen zu Berlin und die Förderung der Medaillenkunst. Künstlerbriefe und Medaillenedition zum Ersten Weltkrieg. Das Kabinett 5 (1998) Nr. 84 (dieses Stück).

Zweiseitiger Eisenguss ohne Punze. - Die österreichisch-ungarische Festung Przemysl in Galizien kapitulierte im März 1915 vor russischen Truppen. Menadier (1917) schreibt zur Medaille: 'In doppelter Hinsicht, sowohl wegen der strengen Formbildung seiner Reliefgruppen, wie wegen ihres geistigen Gehalts verdient sodann alles Lob Leibküchlers Medaille auf das Schicksal der galizischen Festung Przemysl, den Verlust an den russischen Feind nach der Niederwerfung der Bevölkerung durch die Gewalt des Hungers und die darauffolgende Lösung aus den Fesseln durch die deutsche Heldenmacht.'

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18234688

letzte Änderung: 25.03.2019