Götze, Martin: Das Grauen des Krieges an der Somme, 1916

Vorderseite: Zwei kämpfende nackte Männer über einem Skelett, rechts daneben ein weiterer Totenschädel. Links sich abwendende, aus der Erde wachsende weibliche Gestalt. Am rechten Rand unten die Signatur M. Götze fec.
Rückseite: ERDE BIRG / DEIN MENSCHLICH / ANGESICHT SCHAUDERND / IN DIE HEIL'GEN / GOTTESHAENDE / LOESCH DER SONNE UND / DER STERNE LICHT DENN / ES GLUEHN DES KRIEGES / WILDE BRAENDE / PETZOLD. [AE bei Brände ligiert]. Neunzeilige Aufschrift mit Zitat nach Petzold.
Rand: DS 162 16

Eisen, 155,19 g, 108 mm
Datierung: 1916

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1919/445 Kauf

Medailleur/in:
Martin Götze
Veräusserer (an Museum):
Dr. Philipp Lederer

Literatur: W. Steguweit, Das Münzkabinett der Königlichen Museen zu Berlin und die Förderung der Medaillenkunst. Künstlerbriefe und Medaillenedition zum Ersten Weltkrieg. Das Kabinett 5 (1998) Nr. 39 (dieses Stück).

Zweiseitiger Eisenguss, Randpunze DS 162 16. - Rückseite mit einem Zitat nach dem Gedicht 'Die Erde und der Krieg' von Alfons Petzold (1882-1923). - Die Schlacht an der Somme begann am 1. Juli 1916 im Rahmen eines britisch-französischen Großangriffes gegen gut eingegrabene deutsche Truppen zur Entlastung der Franzosen bei Verdun, wo seit Februar 1916 eine deutsche Offensive lief. Der 1. Juli 1916 ist der blutigste Tag der britischen Kriegsgeschichte, als allein am ersten Tag der britischen Offensive an der Somme mehr als 19.000 Männer fielen und die britische Armee insgesamt Verluste von über 50.000 Gefallenen, Verwundeten und Vermißten zu beklagen hatte. Mit über einer Million getöteten, verwundeten und vermissten Soldaten auf allen Seiten handelt es sich um die verlustreichste Schlacht des 1. Weltkrieges.

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18234768

letzte Änderung: 28.11.2017