Benter, Lotte: Flieger, 1916-1918

Vorderseite: VOLARE NECESSE EST VIVERE NON EST. [Fliegen tut not, leben nicht]. Brustbild eines Fliegers (Oswald Boelcke?) im Mantel mit Fliegerhaube nach links. Im Armabschnitt die Signatur LOTTE BENTER.
Rückseite: Ein deutscher Doppeldecker fliegt nach rechts. Am rechten Rand die Signatur LOTTE BENTER.

Zinklegierung (Kriegsmetall), 334,00 g, 115 mm
Datierung: 1916-1918

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1922/732 Zugangsart Schenkung

Medailleur/in:
Lotte (Charlotte) Benter (Benter-Bogdanoff)
Dargestellte/r:
Hauptmann Oswald Boelcke
Vorbesitzer:
Julius Menadier

Literatur: Vgl. J. Schulman, Verzeichnis verkauflicher Münzen und Medaillen der Kriegführenden Länder, Auktion 73, Januar 1919, Nr. 733 (Bronze).

Zweiseitiger Guss, keine Randpunze. Modell. - Bei dem Flieger auf dem Modell handelt es sich wahrscheinlich um den 'Heldenflieger' Oswald Boelcke. Oswald Boelcke (1891-1916) war einer der bekanntesten deutschen Jagdflieger und Taktiker (Dicta Boelcke) im Ersten Weltkrieg. Am 28. Oktober 1916 stürzte er in einem Luftkampf nach einer Kollision seines Flugzeuges mit dem seines Fliegerkameraden Erwin Böhme tödlich ab. Möglicherweise ist das Porträt nach einer Postkarte angefertigt worden. Nachweislich ist die Medaille in Bronze gegossen worden. Im Berliner Münzkabinett befindet sich aber nur dieses Modell. Der ursprüngliche und vollständige Spruch lautet eigentlich: 'Navigare necesse est vivere non est necesse' und soll nach der Überlieferung des Plutarch von dem römischen Feldherrn Pompejus seinen Matrosen zugerufen worden sein. Sie hatten sich geweigert, bei Sturm auf die Schiffe zu gehen. Vgl. hier die Objektnummer 18234914.

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18234811

letzte Änderung: 25.03.2019