Goetz, Karl: Untergang von L 19, 1916

Obverse: L 9. Im Wasser treibt das deutsche Luftschiff L 19, auf ihm die um Hilfe winkende Mannschaft des Luftschiffes.
Reverse: FLVCH DEN BRITEN / ZUR SEE FLVCH EVREM / SCHLECHTEN GEWISSEN / HILFESVCHENDE SCHIFF-/BRUECHIGE HABEN VNTER/GEHEN - MUESSEN // 2.2. / 1916. [UE ligiert und spitz]. Unter dem Auge Gottes sechszeilige Aufschrift. Unten eine Waage, darunter Datum, links und rechts der Waage die Signatur K G.

Bronze, 49,42 g, 58 mm
Date: 1916

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1920/20 Zugangsart Kauf

Medailleur/in:
Karl Goetz
Previous owners:
Karl Goetz

Publications: G. W. Kienast, The Medals of Karl Goetz (1967) Nr. 174.

Zweiseitiger Bronzeguss. - Das deutsche Luftschiff L 19 in der Nordsee war nach einem Einsatz über England in der Nordsee notgelandet. Der das Wrack in den Morgenstunden des 2.2.1916 erreichende zivile britische Trawler ‚King Stephen’ drehte ab und nahm die Überlebenden nicht an Bord, da der Kapitän (angeblich) fürchtete, dass die 28 (oder mehr) Deutschen seine Besatzung von neun Mann überwältigen würden. Wenige Stunden später sank L 19 und die Besatzung ertrank. Bei einem späteren Einsatz wurde der Trawler im April 1916 versenkt und die Besatzung der mittlerweile von der Royal Navy requirierten und zur U-Boot-Falle umfunktionierten ‚King Stephen’ geriet in deutsche Kriegsgefangenschaft. Wie sich erst rund 50 Jahre später herausstellte, hatte der Trawler in einer verbotenen Zone gefischt und der Kapitän der Royal Navy eine falsche Positionsmeldung zur L 19 übermittelt, um seine illegale Handlung zu decken.

Photographer Obverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Photographer Reverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18235836

Latest Revision: 26.03.2019