Leibküchler, Paul: Reichsbankpräsident Rudolf Havenstein, 1915

Vorderseite: HAVENSTEIN - PRÄSIDENT DER REICHSBANK. Kopf des Reichsbankpräsidenten Havenstein nach links. Signatur Leibküchler 1915 unter dem Halsabschnitt.
Rückseite: GOLD HALF DEM - SCHWERT SCHIRMEN DEN DEUTSCHEN HERD. [N spiegelbildlich]. Die Göttin des Reichstums mit Füllhorn im Arm huldigt der sitzenden Germania, die ein Schwert hält. Vor ihr ein Adler. Signatur P L am Rand unten rechts.
Rand: DS 89 16

Bronze, 424,00 g, 110 mm
Datierung: 1915

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession Ohne Nummer Zugangsart Zugang ungeklärt

Medailleur/in:
Paul Leibküchler
Dargestellte/r:
Dr. Rudolf Emil Albert Havenstein

Literatur: W. Steguweit, Das Münzkabinett der Königlichen Museen zu Berlin und die Förderung der Medaillenkunst. Künstlerbriefe und Medaillenedition zum Ersten Weltkrieg. Das Kabinett 5 (1998) Nr. 87 (dieses Stück); J. Menadier, Der Geist der deutschen Schaumünze zur Zeit des Weltkrieges, BMF 52, 1917, 228.

Zweiseitiger Bronzeguss, Randpunze DS 89 16. - Der Jurist Rudolf Emil Albert Havenstein (1857-1923), Präsident der Preußischen Staatsbank und nach 1908 der Deutschen Reichsbank, führte zur Kriegsfinanzierung die Darlehnskassenscheine ein und war beteiligt an der Einführung der Kriegsanleihen. - Zur Medaille schreibt Menadier (1917): 'Das ist das ungeheure Verdienst der deutschen Finanz- und Bankverwaltung, das zwar durch Bismarck und seine Leute fest begründet, aber durch die leitenden Männer der Gegenwart bis zum siegreichen Erfolge durchgeführt ist. Und so stellt mit Recht das deutsche Volk die Reichsgeldmarschälle seinen Reichsfeldmarschällen unmittelbar zur Seite und ehrt die deutsche Kunst den Reichsschatzsekretär wie den Reichsbankpräsidenten in gleicher Weise wie die Oberbefehlshaber der siegreichen deutschen Heere ... Ist es aufs glücklichste gelungen, beiden Bildnissen bedeutende Darstellungen auf den Kehrseiten seiner Schaumünzen hinzuzufügen; die Männer und Frauen des deutschen Volkes, die des Reichsschatzsekretärs Mahnung: 'Alle Kraft dem Vaterland' zu weihen entsprechend mit offenen Händen von beiden Seiten an sein Sammelbecken herantreten und ihm das 'Durchhalten' ermöglichen, dem ersten und dem andern die Göttin des Reichtums, der neben dem Adler thronenden Germania nahend und sie aus ihrem Füllhorn begnadend.'

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Münzpatenschaft: Gitta-Kastner-Forschungsstiftung

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18236104

letzte Änderung: 26.03.2019