Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18236232. Aufnahme durch Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann). Medailleur/in: Martin Schauss.

Schauss, Martin: Helmuth von Moltke, 1914

Land: Deutschland
Münzstätte:

Vorderseite: H v MOLTKE. Büste von Helmuth von Moltke in Uniform nach rechts. Im Feld 1914. Unten die Signatur Martin Schauß.
Rückseite: Vor einem Amboss kniender Ritter, sein Schwert prüfend. Unten rechts die Signatur Martin Schauß.
Rand: DS 74 41

Eisen, 305,00 g, 103 mm
Datierung: 1914

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1918/1203 Zugangsart Kauf

Medailleur/in:
Martin Schauss
Dargestellte/r:
Generaloberst Helmuth von Moltke
Veräußerer (an Museum):
Dr. Philipp Lederer

Literatur: W. Steguweit, Das Münzkabinett der Königlichen Museen zu Berlin und die Förderung der Medaillenkunst. Künstlerbriefe und Medaillenedition zum Ersten Weltkrieg. Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Das Kabinett 5 (1998) Nr. 153 (dieses Stück). Vgl. G. Zetzmann, Deutsche Silbermedaillen des I. Weltkriegs auf die militärischen Handlungen und denkwürdigen Ereignisse von 1914 bis 1919 (2002) Nr. 4044 (Silbermedaille).

Zweiseitiger Eisenguss, Randpunze DS 74 41. - Martin Schauss (1867-1927) wurde an der Gewerbeschule in Berlin ausgebildet. An der Berliner Akademie war er Schüler von F. Schaper und E. Herter. In Paris für drei Jahre Weiterbildung bei Chapu und Puech, danach war er in Berlin zunächst an der Kgl. Porzellanmanufaktur tätig. 1897 erhielt er das Stipendium Großer Staatspreis von Preußen und hielt sich in Rom auf. - Helmuth (Johannes Ludwig) von Moltke (1848-1916) war ein preußischer Militär. 1906 wurde er als Nachfolger von Schlieffens Chef des Generalstabs und General der Infanterie. Moltke setzte sich für eine wesentliche Verstärkung des Heeres ein und suchte den Schlieffenplan den veränderten Verhältnissen anzupassen. Um einer französischen Offensive in Elsaß und Lothringen zuvorzukommen, verstärkte er den linken deutschen Flügel und schwächte dadurch den rechten Umgehungsflügel. Moltkes Entschlusslosigkeit führte mit zu dem Misserfolg der Marneschlacht zu Beginn des Ersten Weltkrieges und zu seinem Rücktritt am 14.9.1914. Seit Ende 1914 war er Chef des stellvertretenden Generalstabs in Berlin (Quelle: W. Killy - R. Vierhaus (Hrsg.), dtv Deutsche Biographische Enzyklopädie VII 194).

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18236232

letzte Änderung: 26.03.2019

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