Huster, Victor: Stiftungsmedaille Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds (Dr. Jürgen Baur), 2012

Obverse: DR. JUR. JÜRGEN / BAUR / * 1935 -/ 1994 / 2011 / VORSITZENDER -/ VERWALTUNGSRAT / 1982. Büste des Dr. Jürgen Baur in Dreiviertelansicht nach links. Umschrift angeordnet in drei Teilen. Unten links die Signatur 2012 / VH.
Reverse: BILDUNG / STIFTEN / FÖRDERN -/ KÖLNER / GYMNASIAL + / STIFTUNGSFONDS. Aus einem Goldgulden entwächst ein Stamm, dessen Zweige sich nach oben zu einem geöffneten Buch erweitern. Auf dem Buch drei Kronen, oben das Jesuitenkreuz, links eine Tür mit Schlüsselloch, darunter die Jahreszahl 1422.
Rim: V. HUSTER BADEN BADEN

Bronze, 136,00 g, 55 mm
Date: 2012

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 2013/32 Zugangsart Schenkung

Medailleur/in:
Victor Huster
Dargestellte/r:
Dr. Jürgen Baur

Publications: Unpubliziert.

Zweiseitige Bronzeprägung. - Stiftungsmedaille 2012 des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds. Aus dem Begleittext zur Medaille: Anlass der Stiftungsmedaille ist das Ausscheiden von Dr. Jürgen Baur Ende 2011 nach fast 30jähriger Tätigkeit als Mitglied und später Vorsitzender des Verwaltungsrates des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds. In seiner Abschiedsrede am 16. Januar 2012 hat er die Stiftungsmedaille, die von ihm beauftragt und gestiftet wurde, angekündigt. Der Auftrag zur künstlerischen Umsetzung wurde von Dr. Baur dem Medailleur Victor Huster aus Baden-Baden erteilt. Die zweiseitige, aus Bronze geprägte Medaille hat eine Stiftungseite und eine Porträtseite. Die Medaille ist etwas unrund und besitzt einen Durchmesser von ca. 55 mm. Der Rand trägt die Prägung V. HUSTER Baden Baden. Näheres zur Idee der Stiftungsseite erläutert Victor Huster in dem Jahresbericht 2011 des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds 37: 'Aus einem perspektivisch gesehenen Goldgulden von 1422, der an die Stiftung Wesebeder, der ältesten der vom Stiftungsfonds verwalteten Stiftungen (die Studienstiftung eines Arztes, der an der Kölner Universität studiert hat, für sechs Studenten) erinnert, entwächst ein Stamm, dessen Zweige sich nach oben hin zum geöffneten Buch erweitern. Über die geöffneten Seiten bilden sich die drei Kronen und das Jesuitenkreuz (das sich aus den drei Kreuznägeln zusammensetzt - Symbol aus einem Regentensiegel der Kölner Burse Tricoronatum, das in das heutige Hauszeichen des Gymnasial- und Stiftungsfonds eingegangen ist). Um weiteres Wachstum anzudeuten, produzieren einige der jüngeren Zweige weitere Buchformate. Der Goldgulden ist nach links von einer sich darüber öffnenden Tür verdeckt, darin ein Schlüsselloch und darunter die Jahreszahl 1422. Somit ist dargestellt, dass die Stiftung aus diesen Gulden hervorging und sorgsam bewahrt und verwaltet wird.' Ergänzt wird das Bild durch die Anredung an den Betrachter: 'Bildung stiften - fördern'. Zu dem mit seiner Rückseite abgebildeten Gulden von 1422 sei Folgendes ergänzt: Der Gulden orientiert sich an einem Rheinischen Gulden von 1422, abgebildet bei A. Noss, Die Münzen der Erzbischöfe von Cöln, 1306-1547 (1913) Nr. 317. Er trägt in der Mitte das Wappen des Kölner Münzherren, des Erzbischofs Dietrich II., Graf von Mörs (Anm.: Die Stadt Köln war zu dieser Zeit noch nicht münzprägeberechtigt), darin als Herzschild das Wappen der Grafen von Moers, ein Querbalken in Silber auf Gold. Umgeben ist das erzbischöfliche Kölner Wappen von den drei Wappen der Rheinischen Kurfürsten, der Erzbischöfe von Mainz oben und Trier links sowie des Pfalzgrafen bei Rhein-Bayern rechts und von dem Wappen des Herzogs von Jülich (der sich dem Münzverein der Rheinischen Kurfürsten angeschlossen hatte). Dieser Rheinische Goldgulden von 1422 wurde in der Burg der Kölner Erzbischöfe in Riel bei Köln geprägt. Dies ist aus der abgekürzten Umschrift 'Moneta Nova Riilens' zu erfahren. Die andere Seite der Stiftungsmedaille zeigt das Porträt des Verwaltungsratsmitgliedes Dr. Jürgen Baur nach halblinks. Es finden sich in Schriftzeilen der Name und das Geburtsdatum 1935, Angaben zu dem Beginn seiner Tätigkeit 1982 als Mitglied und seit 1994 bis 2011 als Vorsitzender des Verwaltungsrates. Außerdem ist der Medailleur mit seinem Zeichen VH und der Jahreszahl 2012 angegeben.

Photographer Obverse: Reinhard Saczewski
Photographer Reverse: Reinhard Saczewski

Godparenthood: Gitta-Kastner-Forschungsstiftung

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18236291

Latest Revision: 26.03.2019