https://ikmk.smb.museum/object?id=18237015


Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18237015. Aufnahme durch Reinhard Saczewski.

Schweiz: 1935

Münzstand: Eidgenossenschaft

Nominal: 20 Franken (CHF)

Datierung: 1935 (1945-1947)

Land: Schweiz
Münzstätte: Bern (Bern)

Vorderseite: HELVETIA. Büste der Helvetia ('Vreneli') vor Berglandschaft nach links. Unten die Signatur F LANDRY.
Rückseite: Schweizerschild auf Eichenlaubzweigen, beiderseits Wertbezeichnung 20 - FR, unten Jahreszahl 1935. Links das Kürzel L für Lingot (Barren) und rechts das Münzstättenkürzel B für Bern.

Herstellung: geprägt

Münze, Gold, 6,46 g, 21 mm, 6 h

Entwurf:
Fritz Ulysse Landry
Veräußerer (an Museum):
Ministerium der Finanzen der DDR

Literatur: J-P. Divo, Münzkatalog Schweiz 1850-1997 (1998) 134 Nr. 432; G. und G. Schön, Weltmünzkatalog 20. & 21. Jahrhundert 1900-2009. 39. Auflage (2011) 1975 Nr. 32,4; A. L. und I. S. Friedberg, Gold coins of the world from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) 580 Nr. 499.

Webportale:
https://oscar.nationalmuseum.ch/id/oscar.8317

Auf dem Rand erhaben 22 Sterne. - Die Goldmünzen mit dem Jahrgang 1935 und dem Zeichen 'L' wurden 1945 bis 1947 aus den Goldreserven der Schweizer Nationalbank geprägt, um u. a. der Nachfrage nach Goldmünzen gerecht zu werden. Um diese Stücke von den regulären Prägungen mit der Jahrszahl 1935 zu unterscheiden, wurde das 'L' (für Lingot) der Jahreszahl vorangestellt. - Das hier gezeigte Münzbild verdankt seine Entstehung einem 1895 ausgeschriebenen Wettbewerb, der das als zu altmodisch empfundene Münzbild des 20 Franken-Stückes ersetzen sollte. Der schließlich ausgewählte 2. Preis, ein erster wurde nicht vergeben, ging an den Entwurf von Fritz Landry (1842-1927), dessen Frauenbildnis einigen Gutachtern wiederum als zu ‚schwärmerisch’ erschien und deshalb leicht überarbeitet werden musste. Der berühmte Numismatiker Friedrich Imhoof-Blumer, auch Mitglied der Kommission, fand hingegen nur gute Worte für den Entwurf. Das schließlich geprägte Bild der ‚neuen’ Helvetia (ohne eine als ‚frivol’ bezeichnete Stirnlocke des Zwischenentwurfs) wurde von 1897 bis 1949 für die Herstellung dieser Goldmünze zu 20 Franken (und noch immer nach den Vorgaben der Lateinischen Münzunion) verwendet. Erst um 1943 erhielt diese Münze ihren heute bekannten Rufnamen ‚Vreneli’ als Verkleinerungsform des beliebten Vornamens Verena; vielleicht sollte so das Mädchenhafte der jugendlichen Personifikation verdeutlicht werden.

Fotograf Vorderseite: Reinhard Saczewski
Fotograf Rückseite: Reinhard Saczewski

Münzpatenschaft: Jürg Richter

Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen
Accession 1960/233 Zugangsjahr 1960 Zugangsart Kauf

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 18237015

Permalink: https://ikmk.smb.museum/object?id=18237015