https://ikmk.smb.museum/object?id=18237833
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Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18237833. Aufnahme durch Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann).
Mauretanien: Iuba II.
Münzstand: Antike Herrscherprägung, Autorität: Iuba II. (25 v.-23 n. Chr.), König von Mauretanien (um 50 v.-23 n. Chr.)
Nominal: Denar (ANT)
Datierung: 7/8 n. Chr.
Land: Algerien
Münzstätte: Caesarea (Iol) (Mauretania)
Vorderseite: REX IVBA. Kopf des Iuba II. mit Diadem und geschulterter Keule nach r.
Rückseite: CAES/AREA / R XXXII [im Regierungsjahr 32]. Dreizeilige Schrift in einem Kranz aus Eichenlaub (corona civica).
Herstellung: geprägt
Münze, Silber, 2,92 g, 18 mm, 8 h
Dargestellte/r:
Iuba II. (25 v.-23 n. Chr.), König von Mauretanien
Vorbesitzer:
Generalleutnant Hermann von Gansauge (21.04.1799 - 15.03.1871) bis 1871
Literatur: K. Regling, Zum Fund von Iubadenaren in Alkasar, ZfN 28, 1910, 9-27. 17 Nr. 18; J. Mazard, Corpus Nummorum Numidiae Mauretaniaeque (1955) 95 Nr. 229; SNG Kopenhagen Nr. 558; D. Salzmann, Zur Münzprägung der mauretanischen Könige Juba II. und Ptolemaios, Madrider Mitteilungen 15, 1974, 174-183. 178 f.; J. Alexandropoulos, Les monnaies de l'Afrique antique (400 av. J.-C. - 40 ap. J.-C.) (2007) 418 Nr. 140; M. Spoerri-Butcher, Le monnayage d'argent émis par le roi Juba II de Maurétanie (I): Catalogue des monnaies datées, SNR 94, 2015, 33-114. 51 Typ 17 b Nr. 83 (dieses Stück).
Das Herculesattribut der Keule lässt sich zwar als Zeichen einer Alexandernachfolge Iubas deuten, steht jedoch nicht im Vordergrund: Iuba II. behauptete, von dem Herculessohn Sophax abzustammen und reklamierte damit göttliche Ahnen für sich. Seine Gattin Kleopatra Selene beanspruchte für sich, sogar über beide Elternteile von Hercules abzustammen - pikanterweise eben auch über ihren Vater Marcus Antonius [dazu: D. W. Roller, The World of Juba II and Kleopatra Selene (2003) 154 f.]. Anders als sein Vater Iuba I. nimmt Iuba II. die Herculesangleichung nicht über die Physiognomie vor, sondern über ein isoliertes Attribut. Dies gibt dem König die Freiheit, sein Gesicht wie auch seine Frisur stark an das augusteische Ideal anzugleichen (vgl. K. Fittschen, Die Bildnisse der mauretanischen Könige und ihre stadtrömischen Vorbilder, Madrider Mitteilungen 15, 1974, 156-173. 167) und auf subtile Art seine Verehrung des Princeps auszudrücken. Die Rückseite der Silberprägung ehrt sowohl Augustus als auch die neue mauretanische Hauptstadt Caesarea. Diese war nach Caesar Augustus benannt worden. An diese Namenspatenschaft wird durch das Motiv des Eichenlaubkranzes erinnert, der wohl die Corona civica zitiert, welche dem Princeps im Staatsakt des Jahres 27 v. Chr. verliehen worden war.
Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen
Accession 1873 Gansauge Zugangsjahr 1873 Zugangsart Kauf
Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 18237833
Permalink: https://ikmk.smb.museum/object?id=18237833
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